Die Reserva de la Biosfera Araucarias erstreckt sich über die vulkanisch geprägten Anden der chilenischen Región de La Araucanía. Einer ihrer markantesten Berge ist der 3.125 m hohe Llaima, dessen mächtiger Vulkankegel die Landschaft des Conguillío-Nationalparks dominiert. Im chilenischen Winter und Frühjahr bedecken große Schneeflächen seine Flanken – beste Voraussetzungen für Skitouren in einer Landschaft aus Vulkanen, schwarzen Lavafeldern und jahrhundertealten Araukarienwäldern.
Die Skitouren führen über offene Vulkanhänge, die im oberen Bereich zunehmend steiler werden. Je nach Schnee- und Eisverhältnissen gehören Steigeisen und Pickel zur Ausrüstung. Anders als bei klassischen Gletschertouren steht hier das Skibergsteigen auf vulkanischem Gelände im Mittelpunkt. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zu den charakteristischen Araukarien: Die urtümlich wirkenden Bäume prägen ganze Berghänge und können weit über tausend Jahre alt werden.
Feuchte Luftmassen vom Pazifik bringen den westlichen Anden große Mengen Regen und Schnee. Die klassische Skitourenzeit liegt etwa zwischen Juli und September, je nach Schneelage sind Touren auch später im Frühjahr möglich. Dabei wechseln die Bedingungen schnell zwischen Neuschnee, Wind und Firn. Der weiterhin aktive Llaima erinnert mit seinen jungen Lavafeldern daran, dass diese Landschaft bis heute durch Vulkanismus geformt wird.