Caraz war 1821 kurzzeitig Hauptstadt der Provinz Huaylas unter dem Protektorat von José de San Martín.
Caraz
Caraz ist ein peruanischer Distrikt in der Provinz Huaylas im Departement Ancash. Die Stadt liegt westlich der Cordillera Blanca und dient als Ausgangspunkt für Expeditionen im Huascarán-Nationalpark. Der Ort wurde 1825 unter Simón Bolívar gegründet.
Basecamp der Cordillera Blanca
Der Distrikt erstreckt sich über eine Fläche von 246,52 km² und grenzt im Osten an die Cordillera Blanca. Mit etwa 27.700 Einwohnern zählt Caraz zu den wichtigen Städten im Callejón de Huaylas, dem westlichen Haupttal der Region. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Landwirtschaft und Viehzucht.
Als strategisch günstig gelegenes Basecamp bietet Caraz Zugang zu den vergletscherten Sechstausendern der Cordillera Blanca. Die Stadt liegt im Einzugsbereich mehrerer Quebradas, die als traditionelle Routen durch das Hochgebirge dienen. Über befestigte Zufahrtsstraßen sind die touristischen Hauptgebiete des Nationalparks erreichbar.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele im Huascarán-Nationalpark
Ishinca
Der Ishinca erhebt sich auf 5.530 m in der Cordillera Blanca nordöstlich von Huaraz. Der technisch wenig schwierige Fünftausender gilt als idealer Akklimatisierungsgipfel für angehende Höhenbergsteiger. Vom Gipfel reicht der Blick zu den vergletscherten Gipfeln Tocllaraju und Ranrapalca.
Tocllaraju
Der Nevado Tocllaraju erhebt sich auf 6.034 m im Huascarán-Nationalpark der peruanischen Cordillera Blanca. Der stark vergletscherte Gipfel gilt trotz seiner Höhe als einer der meistbestiegenen Berge der tropischen Gebirgskette. Die Erstbesteigung gelang 1939 Walther Brecht und Hans Schweizer über den Nordwestgrat.
Huaraz
Huaraz liegt auf 3.090 m in der Cordillera Blanca und bildet das zentrale Basecamp für Trekking und Expeditionen in den peruanischen Anden. Die Stadt dient als Ausgangspunkt für das Huayhuash Trekking und Expeditionen zu Sechstausendern wie Alpamayo und Huascarán.
Quitaraju
Der Quitaraju erhebt sich auf 6.036 m im Norden der peruanischen Cordillera Blanca. Der Berg liegt in einem westlich abzweigenden Seitenkamm mit Gletschern zur Nord- und Südflanke. Nordöstlich erhebt sich der benachbarte Alpamayo.
Alpamayo
Der Alpamayo ist ein 5.947 m hoher Gipfel in der peruanischen Cordillera Blanca. Wegen seiner perfekten Eispyramide gilt er als einer der schönsten Berge der Welt. Der Normalweg führt über die technisch anspruchsvolle Ferrari-Route durch Eisrinnen bis 70° Neigung.
Santa Cruz Trek
Der Santa Cruz Trek führt auf 4.420 m durch die Cordillera Blanca im Huascarán-Nationalpark. Die Route verbindet das Santa Cruz Tal mit den Basislägern der vergletscherten Sechstausender. Der Trek gilt als klassische Akklimatisierungsroute für Expeditionen zu Alpamayo und Huascarán.
Laguna Churup
Die Laguna Churup liegt auf 4.450 m in der peruanischen Cordillera Blanca im Huascarán-Nationalpark. Der glaziale Bergsee bietet direkten Blick auf die Westwand des Nevado Churup und dient als beliebtes Akklimatisationsziel für Expeditionen.
Laguna Jatuncocha
Die Laguna Jatuncocha liegt auf 3.886 m in der Cordillera Blanca zwischen den Gipfeln Quitaraju und Caraz. Der Name stammt aus dem Quechua und bedeutet "Großer See". Die Lagune wird vom Santa Cruz Creek durchflossen, einem Zufluss des Río Santa.
Churup
Der Churup erhebt sich auf 5.495 m in der Cordillera Blanca östlich von Huaraz. Der Gipfel gilt als idealer Akklimatisationsberg für Expeditionen in der Region. Zu seinen Füßen liegen die Lagunas Churup auf 4.450 m und Churupita auf 4.584 m.
Shacsha
Der Shacsha erhebt sich auf 5.703 m in der peruanischen Cordillera Blanca südwestlich des Huantsán. Der vergletscherte Gipfel liegt im Huascarán-Nationalpark und dient als Akklimatisationsziel für Expeditionen zu höheren Sechstausendern der Region.
Ranrapalca
Der Ranrapalca erhebt sich auf 6.162 m im Huascarán-Nationalpark und zählt zu den markantesten Gipfeln der Cordillera Blanca. Seine charakteristische Gipfelform macht ihn vom Tal aus besonders auffällig. Die Erstbesteigung gelang 1939 deutschen Bergsteigern über die Nordwestkante.
Palcaraju
Der Palcaraju erhebt sich mit 6.190 m als siebthöchster Gipfel der Cordillera Blanca im Huascarán-Nationalpark. Das Massiv besteht aus vier Gipfeln, die über einen Grat mit vertikalen Abbrüchen verbunden sind. Die Erstbesteigung gelang 1939 einer österreichischen Expedition über die Nordroute zum Gletscher Pacllash.
Expeditionen im Huascarán-Nationalpark
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