Der Bergsturz von Plurs hatte europäische Ausstrahlung und wurde von Philosophen wie Immanuel Kant als Beispiel für Naturkatastrophen zitiert.
Plurs
Plurs liegt im italienischen Bergell zwischen Chiavenna und dem Malojapass. Das Dorf entstand nach der verheerenden Bergsturz-Katastrophe von 1618, die das wohlhabende mittelalterliche Piuro völlig zerstörte. Heute zeugen archäologische Ausgrabungen und der erhaltene Palazzo Vertemate-Franchi von der reichen Vergangenheit.
Historisches Bergbauerndorf im Bergell
Das Gemeindegebiet von Plurs erstreckt sich über zwei verschiedene Täler: südlich im Bergell zwischen Chiavenna und Villa di Chiavenna, nördlich im Val di Lei, das seit 1961 größtenteils von einem Stausee bedeckt ist. Diese besondere geografische Lage macht Plurs zu einer der wenigen italienischen Gemeinden, die sich über die alpine Wasserscheide hinweg erstreckt.
Am 4. September 1618 löste sich vom Monte Conto ein gewaltiger Bergsturz, der das blühende Handelszentrum Piuro mit seinen prachtvollen Palästen und etwa 900 bis 1200 Einwohnern unter Geröllmassen begrub. Die Überlebenden gründeten Borgonuovo, während die heutigen Ortsteile Prosto und Santa Croce die administrativen und kulturellen Zentren bilden. Archäologische Ausgrabungen der Universität Verona bringen seit 2016 kontinuierlich Zeugnisse der verschütteten Stadt ans Licht.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in der Plattagruppe
Thron - Il mostro di Avers
Der Thron ist ein 280 Meter hoher Eisfall im Averstal und gilt als einer der schönsten regelmäßig begehbaren Eisfälle der Schweiz. Der auch als "Il Mostro di Avers" bekannte Wasserfall bietet 300 Meter Steileis bis zum 5. Eisschwierigkeitsgrad. Die Route ist trotz ihrer Schwierigkeit als außerordentlich sicher eingestuft.
Campi
Die Ruine Campell liegt auf 772 m über der Albula bei Sils im Domleschg. Die Höhenburg entwickelte sich vom mittelalterlichen Wehrturm des 13. Jahrhunderts zur Schlossanlage von 1635. Nach jahrhundertelangem Verfall steht die baugeschichtlich wertvolle Anlage seit 2001 wieder öffentlich zur Besichtigung.
Piz Piot
Der Piz Piot erhebt sich südlich von Juf auf 3.052 m in den Oberhalbsteiner Alpen. Der Berg besitzt einen Doppelgipfel mit dem höheren Ostgipfel und dem 500 m entfernten Westgipfel. Auf der Nordflanke liegt der Piotgletscher.
Piz Turba
Der Piz Turba erhebt sich auf 3.018 m südlich von Juf in den Oberhalbsteiner Alpen. Der Berg zählt zu den beliebten und gut erreichbaren Skitourgipfeln der Region. Vom Gipfel treffen die Gemeindegrenzen von Avers, Surses und Bregaglia aufeinander.
Mot Scalotta
Der Mot Scalotta erhebt sich auf 2.444 m in der Plattagruppe der Oberhalbsteiner Alpen. Der Gipfel liegt im Bündnerland südlich des Splügenpasses.
Piz Scalotta
Der Piz Scalotta erhebt sich auf 2.991 m nordwestlich von Bivio in den Oberhalbsteiner Alpen. Der Berg gehört zur Piz Platta-Gruppe und gilt als beliebter Skitourenberg. Vom Gipfel reicht der Blick bis zur 126 km entfernten Äbeni Flue im Berner Oberland.
Bivio
Bivio liegt auf 1.769 m am Schnittpunkt der historischen Alpenpässe Julier und Septimer. Der Ort gilt als sprachlich vielfältigste Gemeinde der Schweiz mit Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. Bivio dient als Ausgangspunkt für Skitouren in die Albula-Alpen.
Santuario della Madonna di Gallivaggio
Das Santuario della Madonna di Gallivaggio liegt in der Fraktion Gallivaggio von San Giacomo Filippo in der Provinz Sondrio. Die katholische Wallfahrtskirche geht auf eine Marienerscheinung von 1492 zurück. Der heutige Bau entstand zwischen 1598 und 1603.
Foto-Spot Viamala-Schlucht
Die Viamala-Schlucht am Hinterrhein zwischen Thusis und Zillis gilt als eines der schwierigsten Hindernisse der historischen Splügen-Route. Der Name bedeutet "schlechter Weg" und verweist auf die jahrhundertelange Herausforderung dieser acht Kilometer langen Passage. Heute erschließt eine Treppe mit 321 Stufen die engste Stelle der Schlucht.
Splügenpass
Der Splügenpass verbindet auf 2.115 m das schweizerische Rheinwald mit Chiavenna und dem Comer See. Der bereits den Römern bekannte Übergang trennt Tambogruppe und Plattagruppe an der Grenze zwischen West- und Ostalpen. Über den Pass verläuft die europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Po.
Pizzo Stella
Der Pizzo Stella erhebt sich auf 3.163 m im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien in den Oberhalbsteiner Alpen. Der Berg liegt am Wasserscheidekamm zwischen Val Spluga und Val di Lei. Leonardo da Vinci zeichnete den markanten Gipfel in seinen Alpenpanoramen von Mailand aus.
Pizzo Groppera
Der Pizzo Groppera erhebt sich auf 2.948 m in den Oberhalbsteiner Alpen an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt am Alpenhauptkamm zwischen der Valle Spluga und der Val di Lei. Eine Seilbahn aus Madesimo erschließt den Berg bis nahe zur Spitze.
Wintertouren in der Plattagruppe
Unterkünfte in der Plattagruppe
Hotel Post Bivio
🇨🇭 🇨🇭 Plattagruppe / Oberhalbsteiner Alpen
Pension Edelweiss Juf
🇨🇭 🇨🇭 Plattagruppe / Oberhalbsteiner AlpenHotel Capetta
🇨🇭 🇨🇭 Plattagruppe / Oberhalbsteiner AlpenGasthaus Walserstuba (Avers)
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