Der Berg trägt sowohl italienische als auch sardische Namen - auf Landkarten erscheinen oft beide Bezeichnungen nebeneinander.
Perda Cràpias/Punta La Marmora
Die Punta La Marmora erhebt sich auf 1.833 m als höchster Gipfel des Gennargentu-Massivs und damit ganz Sardiniens. Der Berg liegt in der Barbagia im Osten der Insel und bildet den höchsten Punkt eines halbkreisförmigen Gebirgskammes. Mit einer Prominenz von 1.833 m überragt er alle anderen Erhebungen der Mittelmeerinsel deutlich.
Höchster Gipfel Sardiniens
Der Gipfel liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Desulo und Arzana in der Provinz Nuoro. Das Gennargentu-Massiv besteht geologisch aus paläozoischen Gesteinen mit Granit- und metamorphen Formationen aus dem Karbon.
Der Name ehrt General Alberto La Marmora, der Sardinien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts intensiv erforschte und vermaß. Die ursprünglichen sardischen Bezeichnungen Perdas Caprias oder Predas Carpìas bedeuten "Ziegenfels" oder "Gespaltener Fels" und finden sich noch heute auf Landkarten. Das mediterrane Klima sorgt für Schneefälle ab 500 m Höhe, hauptsächlich in den Wintermonaten Januar und Februar.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele auf Sardinien
Cala Goloritzé
Cala Goloritzé gilt als eine der schönsten Buchten des Mittelmeers im Golfo di Orosei. Die 143 m hohe Felsnadel Aguglia und ein natürlicher Steinbogen prägen die geschützte Bucht. Seit 1993 steht sie als Naturdenkmal unter Schutz.
Cala Cartoe
Die Cala Cartoe liegt an der Ostküste Sardiniens und bietet Kletterrouten zwischen 5b und 7a. Der salzhaltige, raue Fels ermöglicht guten Halt bei technischen Passagen. Die Bucht ist nur wenig frequentiert und vom Meer aus erreichbar.
Santa Maria Navarrese
Santa Maria Navarrese liegt auf 9 m Höhe an der Ostküste Sardiniens im Golf von Orosei. Der Küstenort dient als Ausgangspunkt für Klettertouren zu den spektakulären Felswänden der Ogliastra-Region. Das mittelalterliche Kirchlein im Ortszentrum geht der Legende nach auf eine Prinzessin von Navarra zurück.
Cala Gonone
Cala Gonone ist der einzige Küstenort am Golf von Orosei auf Sardinien und zählt 1.618 Einwohner. Der Ort liegt inmitten des Nationalparks Golfo di Orosei e del Gennargentu und bietet Zugang zu spektakulären Kletterfelsen. Das Klettergebiet Budinetto mit Routen ab Schwierigkeit 4a gilt als perfektes Einsteigerrevier.
Terranoa/Olbia
Olbia ist eine Hafenstadt mit 61.775 Einwohnern im Nordosten Sardiniens und wichtigstes Tor zur Costa Smeralda. Die antike Stadt war Hauptstadt des Giudicato di Gallura und verfügt über bedeutende Zeugnisse aus punischer, römischer und mittelalterlicher Zeit. Der Hafen Isola Bianca ist der wichtigste Passagierhafen Italiens für Festlandverbindungen.
Monte Arista
Der Monte Arista erhebt sich auf 447 m über der Ostküste Sardiniens bei Cardedu. Der Granitberg beherbergt zehn prähistorische Felsgräber aus der Ozieri-Kultur. Die neolithischen Domus de Janas stammen aus der Zeit um 3200-2800 v. Chr.
Uri
Uri liegt 150 m über dem Meeresspiegel im Nordwesten Sardiniens, 13 km von Sassari entfernt. Die Gemeinde mit 2.821 Einwohnern ist bekannt für ihre Landwirtschaft und das nuragische Erbe. Der Cuga-Stausee dient der Bewässerung und bietet Angelmöglichkeiten.
Monte Ortobene
Der Monte Ortobene erhebt sich auf 955 m östlich der Stadt Nuoro in Sardinien. Der Granitrücken trägt die berühmte Christus-Statue des Erlösers aus dem Jahr 1901. Vom Gipfel Cùccuru Nighèddu reicht der Blick über die Täler bis zur Küste der Baronia.
Cattedrale di San Nicola
Die Kathedrale San Nicola ist das Hauptkirche von Sassari im Nordwesten Sardiniens. Der Dom vereint romanische, gotische und barocke Stilelemente aus verschiedenen Jahrhunderten. Die über 30 Meter hohe Barockfassade mit ihren drei Stockwerken prägt das historische Zentrum.
Perda e Liana
Die Perda e Liana erhebt sich auf 1.293 m als höchster Tacco der Ogliastra in Zentral-Sardinien. Der markante Kalkstein-Torrione thront auf einem kegelförmigen Sockel aus Sandstein. Die vertikalen Felswände des jurassischen Dolomitturms ragen 50 m hoch empor.
Nuraghe Biunisi
Der Nuraghe Biunisi ist eine bronzezeitliche Festungsanlage aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. im Gemeindegebiet von Porto Torres. Die Anlage zählt zu den über 7.000 erhaltenen Nuraghen Sardiniens und dokumentiert die prähistorische Besiedlung der Nurra-Ebene.
Area archeologica di Tharros
Tharros ist eine bedeutende archäologische Stätte auf der Halbinsel Sinis bei Cabras. Die antike Stadt wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern über einem bestehenden Nuraghen-Dorf gegründet. Heute zeugen römische Thermen, ein phönizischer Tophet und frühchristliche Bauten von 1.300 Jahren Siedlungsgeschichte.
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