Bergsteigerschule Zugspitze
Archäologische Stätte

Sito archeologico di Mont'e Prama

🇮🇹
39.963, 8.453 Italien
Sardinien
Highlight:
Die archäologische Stätte Mont'e Prama im Sinis von Sardinien birgt die ältesten monumentalen Rundplastiken Europas und des westlichen Mittelmeerraums. Die zwischen dem 13. und 9. Jahrhundert v. Chr. entstandenen Giganten-Statuen aus Kalkarenit stellen Bogenschützen, Krieger und Faustkämpfer dar. Zusammen mit den Skulpturen wurden Modelle von Nuraghen und Betyle gefunden.

Archäologische Stätte der Nuraghenkultur

Die Fundstätte liegt auf einem strategischen Hügel von 50 m Höhe in der Halbinsel Sinis in Westsardinien. Der Name Mont'e Prama bedeutet auf Sardisch "Berg der Palmen" und verweist auf die einst hier wachsenden Zwergpalmen.

Die Skulpturen wurden 1974 zufällig von Landwirten entdeckt und lagen zerbrochen über einer ausgedehnten Nekropole mit etwa 150 Schachtgräbern. In den Gräbern fanden sich vorwiegend junge männliche Bestattungen in sitzender Haltung, was auf die Kriegerelite der Nuraghenkultur hinweist. Die Statuen erreichen eine Höhe von 2 bis 2,5 Metern und wurden aus lokalem Kalkarenit gefertigt. Jede Skulptur entstand aus einem einzigen Steinblock, der aus 16 km entfernten Steinbrüchen stammte. Die handwerkliche Präzision zeigt sich in geometrischen Verzierungen mit Zickzack-Mustern und konzentrischen Kreisen. Spuren belegen, dass die Statuen ursprünglich bemalt waren - ein Bogenschütze weist rote Bemalung am Torso auf.

Gut zu wissen:

Die Bildhauer verwendeten eine sechszähnige Gradine - ein Werkzeug, das normalerweise erst in späteren Epochen bekannt war. Möglicherweise erfanden die Handwerker von Mont'e Prama dieses präzise Steinbearbeitungswerkzeug selbst.

Bekannte Ziele auf Sardinien

Bucht

Cala Goloritzé

Cala Goloritzé gilt als eine der schönsten Buchten des Mittelmeers im Golfo di Orosei. Die 143 m hohe Felsnadel Aguglia und ein natürlicher Steinbogen prägen die geschützte Bucht. Seit 1993 steht sie als Naturdenkmal unter Schutz.

Klettern

Cala Cartoe

Die Cala Cartoe liegt an der Ostküste Sardiniens und bietet Kletterrouten zwischen 5b und 7a. Der salzhaltige, raue Fels ermöglicht guten Halt bei technischen Passagen. Die Bucht ist nur wenig frequentiert und vom Meer aus erreichbar.

Dorf 9 m

Santa Maria Navarrese

Santa Maria Navarrese liegt auf 9 m Höhe an der Ostküste Sardiniens im Golf von Orosei. Der Küstenort dient als Ausgangspunkt für Klettertouren zu den spektakulären Felswänden der Ogliastra-Region. Das mittelalterliche Kirchlein im Ortszentrum geht der Legende nach auf eine Prinzessin von Navarra zurück.

Dorf

Cala Gonone

Cala Gonone ist der einzige Küstenort am Golf von Orosei auf Sardinien und zählt 1.618 Einwohner. Der Ort liegt inmitten des Nationalparks Golfo di Orosei e del Gennargentu und bietet Zugang zu spektakulären Kletterfelsen. Das Klettergebiet Budinetto mit Routen ab Schwierigkeit 4a gilt als perfektes Einsteigerrevier.

Stadt

Terranoa/Olbia

Olbia ist eine Hafenstadt mit 61.775 Einwohnern im Nordosten Sardiniens und wichtigstes Tor zur Costa Smeralda. Die antike Stadt war Hauptstadt des Giudicato di Gallura und verfügt über bedeutende Zeugnisse aus punischer, römischer und mittelalterlicher Zeit. Der Hafen Isola Bianca ist der wichtigste Passagierhafen Italiens für Festlandverbindungen.

Gipfel 447 m

Monte Arista

Der Monte Arista erhebt sich auf 447 m über der Ostküste Sardiniens bei Cardedu. Der Granitberg beherbergt zehn prähistorische Felsgräber aus der Ozieri-Kultur. Die neolithischen Domus de Janas stammen aus der Zeit um 3200-2800 v. Chr.

Dorf

Uri

Uri liegt 150 m über dem Meeresspiegel im Nordwesten Sardiniens, 13 km von Sassari entfernt. Die Gemeinde mit 2.821 Einwohnern ist bekannt für ihre Landwirtschaft und das nuragische Erbe. Der Cuga-Stausee dient der Bewässerung und bietet Angelmöglichkeiten.

Gipfel 955 m

Monte Ortobene

Der Monte Ortobene erhebt sich auf 955 m östlich der Stadt Nuoro in Sardinien. Der Granitrücken trägt die berühmte Christus-Statue des Erlösers aus dem Jahr 1901. Vom Gipfel Cùccuru Nighèddu reicht der Blick über die Täler bis zur Küste der Baronia.

Kirche

Cattedrale di San Nicola

Die Kathedrale San Nicola ist das Hauptkirche von Sassari im Nordwesten Sardiniens. Der Dom vereint romanische, gotische und barocke Stilelemente aus verschiedenen Jahrhunderten. Die über 30 Meter hohe Barockfassade mit ihren drei Stockwerken prägt das historische Zentrum.

Gipfel 1.293 m

Perda e Liana

Die Perda e Liana erhebt sich auf 1.293 m als höchster Tacco der Ogliastra in Zentral-Sardinien. Der markante Kalkstein-Torrione thront auf einem kegelförmigen Sockel aus Sandstein. Die vertikalen Felswände des jurassischen Dolomitturms ragen 50 m hoch empor.

Archäologische Stätte

Nuraghe Biunisi

Der Nuraghe Biunisi ist eine bronzezeitliche Festungsanlage aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. im Gemeindegebiet von Porto Torres. Die Anlage zählt zu den über 7.000 erhaltenen Nuraghen Sardiniens und dokumentiert die prähistorische Besiedlung der Nurra-Ebene.

Archäologische Stätte

Area archeologica di Tharros

Tharros ist eine bedeutende archäologische Stätte auf der Halbinsel Sinis bei Cabras. Die antike Stadt wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern über einem bestehenden Nuraghen-Dorf gegründet. Heute zeugen römische Thermen, ein phönizischer Tophet und frühchristliche Bauten von 1.300 Jahren Siedlungsgeschichte.

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