Japan erstreckt sich als Inselstaat über mehr als 3.000 km von Nordost nach Südwest vor der Nordostküste des asiatischen Festlands. Das Archipel liegt zwischen dem Japanischen Meer im Westen und dem Pazifik im Osten, mit Russland im Norden sowie Südkorea und China jenseits des Meeres im Westen. Die Gesamtfläche beträgt 377.975 km². Das Land umfasst vier Hauptinseln — Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu — sowie tausende kleinere Inseln. Honshu bildet das geographische und demographische Rückgrat des Landes. Die Insel ist überwiegend gebirgig und bewaldet. Der Fuji, auf Honshu gelegen, ist seit Jahrhunderten das prägende Bergmassiv Japans und gilt als kulturelles Symbol der Inselwelt.
Japan zählt rund 123 Millionen Einwohner und ist eine konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischem System. Kaiser Naruhito regiert seit dem 1. Mai 2019 die Reiwa-Ära. Die Hauptstadt Tokio ist mit etwa 13,9 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste urbane Zentrum des Landes. Die Amtssprache ist Japanisch, geschrieben in einem komplexen System aus Kanji, Hiragana, Katakana und lateinischem Alphabet. Daneben existieren ryukyuanische Regionalsprachen sowie die stark gefährdete Ainu-Sprache. Shinto und Buddhismus prägen das religiöse Leben; rund 90 Prozent der Bevölkerung ordnen sich diesen Traditionen zu, oft praktizieren Japaner beide gleichzeitig. Berge sind tief im shintoistischen und buddhistischen Weltbild verwurzelt — der Fuji diente seit Jahrhunderten als heiliger Pilgerberg.