Nordmazedonien liegt im Herzen der Balkanhalbinsel und ist trotz seiner geringen Fläche ein ausgeprägtes Gebirgsland. Im Westen erheben sich die schroffen Hochgebirge des Šar-Pindos-Systems mit tief eingeschnittenen Tälern, Hochweiden und zahlreichen Gipfeln über 2.000 m. An der Grenze zu Albanien erreicht der Korab mit 2.764 m den höchsten Punkt des Landes. Weiter südlich prägen das Baba-Gebirge mit dem Pelister sowie die Berglandschaften um den Ohrid- und Prespasee den Südwesten. Im Osten sind die Gebirge wie Osogovo und Belasica meist niedriger und stärker abgerundet. Zwischen den Bergketten durchzieht das Vardar-Tal das Land von Nordwesten nach Südosten. Es entwässert den größten Teil Nordmazedoniens und bildet zugleich die wichtigste natürliche Verkehrsachse durch das ansonsten stark gegliederte Bergland in Richtung Ägäis.
Nordmazedonien ist eine parlamentarische Republik mit rund 1,8 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Skopje. Neben der mazedonischen Bevölkerungsmehrheit lebt vor allem eine große albanische Minderheit im Land, außerdem Türken, Roma, Serben und weitere Bevölkerungsgruppen. Amtssprache ist Mazedonisch, dessen heutiges kyrillisches Alphabet 1945 offiziell festgelegt wurde. Auch Albanisch besitzt aufgrund der verfassungsrechtlichen 20-Prozent-Regel einen weitreichenden amtlichen Status. Das orthodoxe Christentum und der Islam prägen die religiöse Landschaft. Die schwer zugänglichen Gebirge spielten auch historisch eine wichtige Rolle: Um 1900 dienten Teile des Berglands revolutionären Gruppen als Rückzugs- und Operationsräume im Kampf gegen die osmanische Herrschaft. Einen Höhepunkt dieser Bewegung bildete der Ilinden-Aufstand von 1903.