Schweden nimmt den östlichen Teil der Skandinavischen Halbinsel ein und erstreckt sich über rund 1.500 km von den gemäßigten Landschaften Südschwedens bis weit über den Polarkreis. Im Westen bildet das Skandinavische Gebirge die natürliche Grenze zu Norwegen. Seine schwedischen Hochflächen werden als Fjäll bezeichnet: eine weite Landschaft aus kahlen Bergrücken, Hochmooren, Seen, Gletschern und lichten Birkenwäldern. Im Kebnekaise-Massiv erreicht Schweden am Nordgipfel des Kebnekaise mit 2.097 m seinen höchsten Punkt. Nach Osten fällt das Land über ausgedehnte Nadelwälder und große Flusstäler zur Ostsee ab. Besonders der dünn besiedelte Norden wird von der Taiga geprägt, während im Süden Wälder, Seen und landwirtschaftlich genutzte Ebenen ein kleinteiligeres Landschaftsbild schaffen.
Schweden ist eine konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Demokratie und rund 10,6 Millionen Einwohnern; Hauptstadt ist Stockholm. Schwedisch ist die Hauptsprache. Daneben sind Samisch, Finnisch, Meänkieli, Romani Chib und Jiddisch als nationale Minderheitensprachen anerkannt. Religiös wurde das Land über Jahrhunderte vom evangelisch-lutherischen Christentum geprägt; heute ist die Gesellschaft stark säkularisiert. Im Norden liegt ein Teil von Sápmi, dem traditionellen Siedlungsgebiet der Sami, das sich über Schweden, Norwegen, Finnland und die russische Kola-Halbinsel erstreckt. Die Sami sind als indigenes Volk Schwedens anerkannt; Rentierhaltung, Fischfang und die Nutzung der Fjälllandschaften gehören bis heute zu wichtigen Bestandteilen ihrer Kultur.