Spanien nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein und reicht vom Atlantik bis zum Mittelmeer. Das Landesinnere wird von der weiten, durchschnittlich hoch gelegenen Meseta Central geprägt, die von mehreren Gebirgsketten durchzogen und umrahmt wird. Im Norden bilden die Pyrenäen eine mächtige natürliche Grenze zu Frankreich und Andorra; mit dem Aneto erreichen sie auf spanischer Seite 3.404 m. Im Süden erhebt sich die Sierra Nevada, während sich im Norden die grünen Gebirge Kantabriens und die Picos de Europa unmittelbar hinter der Atlantikküste auftürmen. Zum Staatsgebiet gehören außerdem die Balearen im Mittelmeer und die vulkanischen Kanarischen Inseln vor der Küste Nordwestafrikas. Dort erhebt sich auf Teneriffa der Teide mit 3.718 m – der höchste Berg Spaniens. Mit rund einer halben Million Quadratkilometern gehört Spanien zu den größten Ländern Europas.
Spanien ist eine parlamentarische Monarchie mit rund 50 Millionen Einwohnern, 17 autonomen Gemeinschaften und zwei autonomen Städten. Hauptstadt ist Madrid, nahezu in der geografischen Mitte des Landes. Staatsoberhaupt ist König Felipe VI. Kastilisch ist im gesamten Staat Amtssprache; Katalanisch beziehungsweise Valencianisch, Galicisch, Baskisch und Aranesisch besitzen in ihren jeweiligen Regionen ebenfalls offiziellen Status. Historisch ist Spanien stark vom Katholizismus geprägt, die heutige Gesellschaft jedoch deutlich säkularer. Die jüngere Geschichte des Landes wurde tief von der Franco-Diktatur geprägt: Nach dem Spanischen Bürgerkrieg herrschte General Francisco Franco von 1939 bis zu seinem Tod 1975 autoritär über das Land. Erst anschließend begann der Übergang zur parlamentarischen Demokratie.