Selbstversorgerhütte im Val Spadlatscha, Parc Ela
Im oberen Val Spadlatscha, auf 2.252 m in den Albula-Alpen, liegt die Chamona d'Ela der Sektion Davos des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Auf dem Gebiet der Gemeinde Bergün Filisur steht sie mitten im Naturpark Parc Ela. Die Hütte ist Ausgangspunkt für die Besteigung des Piz Ela (3.339 m). Weitere Gipfelziele sind der Corn da Tinizong oder Tinzenhorn (3.172 m) und der Piz Mitgel (3.159 m).
Auf der Wanderreise „Wandern im Parc Ela“ übernachten wir auf der Chamona d'Ela. Etwa fünf Gehminuten unterhalb liegt die alte Ela-Hütte, die gerne von Gruppen genutzt wird.
Übernachten auf der Chamona d'Ela
Die Hütte hat 38 Lagerplätze mit Duvets. Sie verteilen sich auf zwei Räume: eine Koje mit sechs Plätzen im Hauptraum und doppelstöckige Kojen im Raum nebenan. Verpflegung gibt es keine. Am Holzofen wird geheizt, gekocht und Wasser erhitzt, ofenfertiges Holz wird bereitgehalten. Die Küche hat fließendes Wasser, Geschirr und Besteck, dazu kommt eine WC-Anlage. Vor der Hütte stehen ein Holzbrunnen, Tische und Bänke. Licht mit Zeitschaltuhr und Notfunk laufen über eine Solaranlage. Die Chamona d'Ela ist ganzjährig geöffnet. An Wochenenden der Sommersaison, in der Regel Juli bis Oktober, ist ein Sektionsmitglied anwesend.
Zustieg zur Chamona d'Ela
Von Filisur führt der Weg über Sela, das Val Spadlatscha und die Alp Pradatsch in 3½ Stunden zur Hütte. Er verläuft größtenteils auf Fahr- und Alpweg (T2). Aus Bergün/Bravuogn sind es über God sur Zinols und die Alp Uglix 3 Stunden (T3). Von Preda, Tinizong und Savognin führen Wege in 5 bis 5½ Stunden über den Pass d'Ela (2.724 m) oder den Pass digls Orgels (2.699 m) herauf. Ein Übergang zur Alp Flix ist möglich.
Gut zu wissen:
Die Sektion Rätia errichtete die alte Hütte 1879, 1909 übernahm die Sektion Davos sie. 1911 entstand daneben der Neubau mit damals 22 Schlafplätzen. 2008 kamen eine neue Küche und ein neuer Brunnen dazu. Ehrenamtliche Sektionsmitglieder halten die Hütte instand. Den Piz Ela bestiegen 1865 erstmals Alex Flury, Peter Jenny und Georg Jenny.