Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte SAT Sezione

Rifugio Agostini

2.410m 🇮🇹
46.142, 10.869 Italien
Betten: 64
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Baésa

SAT-Hütte im Val d'Ambiez unter der Cima Tosa

Die Società degli Alpinisti Tridentini (SAT) betreibt das Rifugio Agostini auf 2.410 m in der Brenta-Gruppe. Die Hütte liegt im oberen Talabschluss des Val d'Ambiez, unter der Cima Tosa (3.159 m) und der Cima d'Ambiez (3.096 m). Weitere Gipfelziele in der Umgebung sind die Cima Ceda orientale (2.760 m) und die Cima Ceda occidentale (2.767 m).

Auf der Klettersteigtour „Via delle Bochette“ in der Brenta übernachten wir hier. Hinter der Hütte befinden sich Felsblöcke vom Bergsturz am 18. Juli 1957, als die Felsnadel Torre Jandl einstürzte. Zwei größere Blöcke kamen etwa 50 m vor der Hütte zum Stehen. Ein Teil der Blöcke dient heute als Kletterwand.

Übernachten auf dem Rifugio Agostini

Das Rifugio Agostini hat 64 Schlafplätze, der Winterraum bietet 8 Betten. Im Sommer finden hier die Kletterkurse der Scuola nazionale di alpinismo „Giorgio Graffer“ der SAT statt.

Zustieg zum Rifugio Agostini

Bis zum Rifugio Al Cacciatore (1.820 m) fährt im Sommer ein Geländewagen-Service. Von dort sind es auf Weg 325 oder 325B 1 Stunde 40 Minuten zur Hütte. Aus dem Talort Baésa (903 m) führen Straße und Weg 325 in 4 Stunden 30 Minuten herauf.

Zum Rifugio Tosa–Pedrotti (2.491 m) dauert der Übergang auf Weg 320 3 Stunden. Zum Rifugio Dodici Apostoli führen zwei Klettersteige, die Ferrata Via Ettore Castiglione und die Ferrata Cesare Salvaterra–Cege, jeweils in 2 Stunden 45 Minuten. Über die Ferrata Martinazzi erreicht man in 4 Stunden 30 Minuten das Rifugio Brentei (2.182 m).

Gut zu wissen:

Erbaut wurde die Hütte 1937 als Privathütte, 1976 ging sie in den Besitz der SAT über. Ihr Name erinnert an den Bergführer Silvio Agostini (1903–1936), der an der Südwand der Cima Brenta tödlich verunglückte. Am 5. August 1927 hatte er mit seinem Bruder Mario und Elena Nardelli die Torre Jandl erstbestiegen. Im Februar 2014 beschädigte eine Lawine das Gebäude schwer, Teile wurden danach neu errichtet. Nahe der Hütte steht die Kapelle Madonna del Capriolo mit Fresken von Dario Wolf. Geöffnet ist das Rifugio in der Regel von Mitte Juni bis Mitte September.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.757 m

Bocca dei Camosci

Die Bocca dei Camosci liegt auf 2.757 m in der Brenta-Gruppe und verbindet das Val Brenta mit dem Val Nardis. Der Pass ist zentraler Bestandteil mehrerer Klettersteig-Routen und liegt unmittelbar oberhalb der Vedretta dei Camosci.

Sattel

Bocca della Tosa

Die Bocca della Tosa liegt auf 2.845 m zwischen den Gletschern der Vedretta d'Ambiez in den Brenta-Dolomiten. Der Pass verbindet das Rifugio Agostini mit der Pedrottihütte und bietet direkten Blick auf die imposante Cima d'Ambiez-Ostwand.

Sattel 2.648 m

Bocca del Tuckett

Die Bocca del Tuckett liegt auf 2.648 m in der Brenta-Gruppe und verbindet als zentraler Übergang die Rifugios Tuckett und Alimonta. Der Pass bildet einen kritischen Knotenpunkt der berühmten Via delle Bocchette, einer der wichtigsten Klettersteig-Traversierungen der Dolomiten.

Sattel 2.442 m

Passo del Grostè

Der Passo del Grostè liegt auf 2.442 m am Hauptkamm der Brentagruppe zwischen Pietra Grande und Cima del Grostè. Der Pass trennt den zentralen vom nördlichen Bereich der Brenta-Dolomiten. Von Madonna di Campiglio ist er mit der Seilbahn oder über Wanderwege erreichbar.

Seilbahn 1.600 m

Madonna di Campiglio

Madonna di Campiglio liegt auf 1.600 m zwischen Brentagruppe und Adamello-Presanella-Gruppe. Der traditionsreiche Wintersportort dient als Ausgangspunkt für Klettersteige der Via delle Bochette. Die Grostè-Seilbahn erreicht den Passo del Grostè auf 2.442 m.

Gipfel 3.004 m

Spallone dei Massodi

Der Spallone dei Massodi erhebt sich auf 3.004 m als höchster Punkt der klassischen Brenta-Durchquerung. Der Gipfel wird über die berühmte Scala degli Amici erreicht, eine 20 m lange Eisenleiter mit 75 Sprossen. Von hier reicht der Blick über den Gardasee bis zu den Hauptgipfeln der Brenta-Gruppe.

Seilbahn

Grostè-Seilbahn

Die Grostè-Seilbahn erschließt das Rifugio Stoppani und dient als Ausgangspunkt für Klettersteige in der Brenta-Gruppe. Von der Bergstation führen technische Routen wie der Sentiero delle Bocchette Alte zur Tuckethütte.

Klettern

Campanile Basso

Der Campanile Basso erhebt sich als 2.877 m hoher Felsturm im Herzen der Brenta-Dolomiten. Die quadratische Felssäule galt lange als unbezwingbar und wurde erst 1899 von Otto Ampferer und Karl Berger erstmals bestiegen. Heute zählt der markante Dolomitmonolith zu den berühmtesten Kletterzielen der Alpen.

Sonstige

Cles

Cles ist der Hauptort der Val di Non im Trentino und liegt strategisch günstig zwischen Val di Non und Val di Sole. Das historische Zentrum wird vom gotischen Palazzo Assessorile und Castel Cles geprägt. Die Umgebung gilt als eine der produktivsten Apfelanbaugebiete Europas.

Dorf

Malfein

Molveno liegt am gleichnamigen See am Fuß der Brenta-Dolomiten im Trentino. Der Ort gilt als privilegierter Zugang zu den Gipfeln der Brenta-Gruppe über das Pradel-Plateau. Die Valle delle Seghe führt direkt ins Herz der Dolomiti di Brenta.

Dorf

Oberpfeidt

Fai della Paganella liegt auf der Paganella-Hochebene im Trentino. Der Ort dient als Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Klettersteige in der Brenta-Gruppe. Die Paganella-Seilbahn erschließt das Skigebiet und alpine Wanderwege.

Kirche

Chiesa di San Vigilio

Die Chiesa di San Vigilio in Pinzolo bewahrt an der Außenwand das berühmte Fresko der Danza Macabra von Simone Baschenis aus dem Jahr 1539. Die gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert gilt als kunsthistorisches Juwel der Brenta-Gruppe.

Reisen mit Rifugio Agostini