Historische Berghütte am Fuß des Rocciamelone
Die Pfarrei San Giusto in Susa besitzt das Rifugio Cà d’Asti, eine Berghütte auf 2.854 m in der Charbonnel-Gruppe. Eine Hütte des Club Alpino Italiano (CAI) ist sie nicht. Oberhalb des Susatales ist sie Ausgangsort für Pilger und Wanderer auf dem Weg zum Rocciamelone (3.538 m), dem höchsten Wallfahrtsort der Alpen.
Auf der 4. Etappe der „Grande Traversata delle Alpi“ übernachten wir hier. Von der Hütte sind es zwei Stunden zum Gipfel des Rocciamelone, teilweise seilgesichert. Oben steht das Rifugio Santa Maria.
Übernachten im Rifugio Cà d’Asti
Das Rifugio Cà d’Asti hat als Berghütte 60 Schlafplätze. Für Touren außerhalb der Bewirtschaftungszeit gibt es einen Winterraum (locale invernale).
Zustieg zum Rifugio Cà d’Asti
Talort ist Mompantero. Der leichte Hauptzustieg beginnt am Rifugio Riposa (2.205 m) mit Parkplatz und ist die Etappe D33 des blauen Weges der Via Alpina. Nach steilen Grashängen folgt bei etwa 2.400 m die Querung zum Canalone Fontana Traversa (2.476 m), dann geht es links zur Gratschneide und rechts um eine Felswand herum. Die Gehzeit beträgt 1,75 Stunden.
Vom Rifugio Stellina (2.610 m) sind es auf dem Höhenweg Alta Via Val di Susa fünf Stunden.
Gut zu wissen:
1358 bestieg Bonifacio Roero d’Asti als Erster den Rocciamelone und hinterließ auf dem Gipfel ein Madonnen-Triptychon. Nach ihm heißt die Hütte Cà d’Asti, auch Ca’ d’Asti geschrieben, auf Deutsch „Haus Astis“. 1419 entstand auf dem Plateau eine erste Hütte aus Holz, seit 1798 steht hier eine Kapelle, die heutige Hütte stammt von 1974.
Am Rifugio Cà d’Asti vorbei führt die Red Bull K3, ein Berglauf von Susa auf den Gipfel des Rocciamelone.