Schutzhütte am Hallstätter Gletscher auf 2.205 m
Die Simonyhütte der Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) liegt auf 2.205 m im Dachsteinmassiv, knapp unterhalb des Hallstätter Gletschers am Fuß des Hohen Dachsteins. Die Schutzhütte steht auf einem lawinensicheren Geländeabsatz unweit des Schöberls. Zur Umgebung gehören das Karstplateau mit seinen Dolinen im UNESCO-Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut und der Eissee unterhalb der Hütte.
Seit 1977 ist die Hütte alpines Ausbildungszentrum. Eine Bergsteigerschule hält hier Gletscher- und Kletterkurse ab. In einer überdachten Doline unterhalb der Hütte gibt es ein Indoor-Kletterareal, im Winter ein Lawinen-Übungsfeld.
Übernachten auf der Simonyhütte
Die Hütte hat 31 Betten in Zimmern und 59 Plätze in den Lagern, dazu drei Gasträume sowie einen Schuh- und Trockenraum. Sie ist im Sommer wie im Winter bewartet. Der unverschlossene Vorbau dient als wettergeschützter Zugang und zugleich als Notraum. Wasser kommt nur aus gesammeltem Niederschlag, deshalb sind Duschen im Winter nicht möglich. Eine biologische Kläranlage bereitet das Brauchwasser für die Toilettenspülung auf.
Zustieg zur Simonyhütte
Von der Gjaidalm (1.750 m), die die Dachsteinseilbahn von Obertraun erschließt, sind es auf dem Hüttenweg 2½ Stunden. Aus Hallstatt (515 m) über das Wiesberghaus und aus Obertraun (540 m) über die Gjaidalm dauert der Aufstieg jeweils 6 Stunden. Geübte mit Gletscherausrüstung kommen vom Hunerkogel (2.690 m) über den Hallstätter Gletscher in 1½ Stunden zur Hütte. Von den Übergängen zu den Nachbarhütten verlaufen nur die zum Wiesberghaus (1 Stunde) und zum Schilcherhaus auf der Gjaidalm nicht über den Gletscher.
Gut zu wissen:
Auf den Hohen Dachstein (2.995 m) sind es über die Seethalerhütte 3½ Stunden, auf den Hohen Gjaidstein (2.794 m) 2½ Stunden. 1843 entstand im Wildkar unterhalb eine Notunterkunft, nach dem Dachstein-Pionier Friedrich Simony „Hotel Simony“ genannt. Den heutigen Platz wählte Simony selbst, eröffnet wurde die Hütte am 18. August 1877. Daneben steht die Dachsteinkapelle, die höchstgelegene Kirche der Nordalpen. Die Hütte im Natura2000-Gebiet trägt das Umweltgütesiegel, Zelten ist verboten.