Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte ÖAV Sektion Austria

Simonyhütte

2.205m 🇦🇹
47.501, 13.624 Österreich
Betten: 136
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Obertraun, Hallstatt

Schutzhütte am Hallstätter Gletscher auf 2.205 m

Die Simonyhütte der Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) liegt auf 2.205 m im Dachsteinmassiv, knapp unterhalb des Hallstätter Gletschers am Fuß des Hohen Dachsteins. Die Schutzhütte steht auf einem lawinensicheren Geländeabsatz unweit des Schöberls. Zur Umgebung gehören das Karstplateau mit seinen Dolinen im UNESCO-Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut und der Eissee unterhalb der Hütte.

Seit 1977 ist die Hütte alpines Ausbildungszentrum. Eine Bergsteigerschule hält hier Gletscher- und Kletterkurse ab. In einer überdachten Doline unterhalb der Hütte gibt es ein Indoor-Kletterareal, im Winter ein Lawinen-Übungsfeld.

Übernachten auf der Simonyhütte

Die Hütte hat 31 Betten in Zimmern und 59 Plätze in den Lagern, dazu drei Gasträume sowie einen Schuh- und Trockenraum. Sie ist im Sommer wie im Winter bewartet. Der unverschlossene Vorbau dient als wettergeschützter Zugang und zugleich als Notraum. Wasser kommt nur aus gesammeltem Niederschlag, deshalb sind Duschen im Winter nicht möglich. Eine biologische Kläranlage bereitet das Brauchwasser für die Toilettenspülung auf.

Zustieg zur Simonyhütte

Von der Gjaidalm (1.750 m), die die Dachsteinseilbahn von Obertraun erschließt, sind es auf dem Hüttenweg 2½ Stunden. Aus Hallstatt (515 m) über das Wiesberghaus und aus Obertraun (540 m) über die Gjaidalm dauert der Aufstieg jeweils 6 Stunden. Geübte mit Gletscherausrüstung kommen vom Hunerkogel (2.690 m) über den Hallstätter Gletscher in 1½ Stunden zur Hütte. Von den Übergängen zu den Nachbarhütten verlaufen nur die zum Wiesberghaus (1 Stunde) und zum Schilcherhaus auf der Gjaidalm nicht über den Gletscher.

Gut zu wissen:

Auf den Hohen Dachstein (2.995 m) sind es über die Seethalerhütte 3½ Stunden, auf den Hohen Gjaidstein (2.794 m) 2½ Stunden. 1843 entstand im Wildkar unterhalb eine Notunterkunft, nach dem Dachstein-Pionier Friedrich Simony „Hotel Simony“ genannt. Den heutigen Platz wählte Simony selbst, eröffnet wurde die Hütte am 18. August 1877. Daneben steht die Dachsteinkapelle, die höchstgelegene Kirche der Nordalpen. Die Hütte im Natura2000-Gebiet trägt das Umweltgütesiegel, Zelten ist verboten.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.029 m

Tor

Das Tor ist ein markanter Sattel auf 2.029 m im Dachsteinmassiv. Der natürliche Felseinschnitt zwischen Raucheck und Torstein markiert die Bundesländergrenze. Eine Gedenktafel erinnert an die besondere Bedeutung des Übergangs.

Dorf

Ramsau am Dachstein

Ramsau am Dachstein liegt auf einem Hochplateau zwischen 1.100 und 1.700 m Höhe direkt unter den Südwänden des Dachsteinmassivs. Der steirische Luftkurort ist strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren zum Hohen Dachstein und den umliegenden Gipfeln.

See 933 m

Vorderer Gosausee

Der Vordere Gosausee liegt auf 933 m am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Der natürliche Gletscherrückzugsee wurde 1913 um 12 m aufgestaut und dient als Speichersee für das Kraftwerk Gosau. Der Blick vom Seeausfluss Richtung Dachstein gilt als eines der berühmtesten Bergmotive Österreichs.

Gletscher

Hallstätter Gletscher

Der Hallstätter Gletscher erstreckt sich unterhalb des Hohen Dachsteins bis zu den Eisseen bei der Simonyhütte auf 2.205 m. Als typischer Karstgletscher besitzt er keinen oberirdischen Abfluss. Das Schmelzwasser verschwindet unterirdisch und tritt am Waldbachursprung wieder zutage.

Gipfel 2.995 m

Hoher Dachstein

Der Hohe Dachstein erhebt sich als Hauptgipfel des Dachsteingebirges auf 2.995 m und bildet mit 2.133 m Prominenz den höchsten Gipfel von Oberösterreich und Steiermark. Der Doppelgipfel mit seinem nördlich vorgelagerten Niederen Dachstein thront über ausgedehnten Gletscherfeldern und der berühmten rötlichen Südwand aus Dachsteinkalk.

Klettern

Dachstein

Das ehemalige Skigebiet Dachsteingletscher lag zwischen 2.296 m und 2.680 m auf dem Dachsteinmassiv. Die Dachstein-Südwandbahn führt zur Bergstation am Hunerkogel auf 2.687 m. 2023 wurde der Skibetrieb aufgrund des Gletscherschwundes endgültig eingestellt.

Archäologische Stätte

Gräberfeld

Das Gräberfeld im Salzbergtal oberhalb von Hallstatt gilt als eine der wichtigsten archäologischen Fundstellen Europas. Die außergewöhnlich reichen Grabbeigaben aus der Zeit von 800 bis 400 v. Chr. gaben der gesamten älteren Eisenzeit ihren Namen.

Sattel 993 m

Pötschenpass

Der Pötschenpass (993 m) verbindet Bad Goisern mit Bad Aussee zwischen Hohem Sarstein und Sandling. Die Salzkammergut Straße B 145 folgt einer historischen Handelsroute, die seit der Römerzeit begangen wird.

See 1.154 m

Hinterer Gosausee

Der Hintere Gosausee liegt auf 1.154 m am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Der naturnahe Gebirgssee besitzt eine seltene Estavelle, durch die je nach Wasserstand unterschiedliche Fließrichtungen entstehen. Bei Hochwasser kann der Wasserspiegel um bis zu 15 m schwanken.

Gletscher

Schladminger Gletscher

Der Schladminger Gletscher liegt im österreichischen Dachsteingebirge und zählt nach Hallstätter Gletscher und Großem Gosaugletscher zu den drei größten Gletschern des Massivs. Seit 1850 hat er über zwei Drittel seiner Fläche verloren und zeigt kaum noch Fließbewegung.

Gletscher

Schneelochgletscher

Der Schneelochgletscher liegt am Wandfuß des Hohen Kreuzes im Dachsteinmassiv auf 2.300 m Höhe. Mit 13 ha Fläche zählt er zu den kleineren Dachsteingletschern. Als Karstgletscher führt er das Schmelzwasser über unterirdische Höhlensysteme ab.

Gipfel 2.351 m

Grimming

Der Grimming (2.351 m) erhebt sich als isolierter Gebirgsstock zwischen Ennstal und Hinterberger Tal in der Obersteiermark. Mit einer Prominenz von 1.516 m gilt er als markanter Aussichtsberg und wurde früher als höchster Berg der Steiermark bezeichnet.