Berghütte in der Gran-Paradiso-Gruppe – Stützpunkt für die GTA
Die Berghütte Località Santuario di Prascondu liegt auf 1.321 m in der Gran-Paradiso-Gruppe, in der Gemeinde Ribordone in der Provinz Turin. Das Santuario di Prascondù ist der Madonna di Loreto geweiht und einer der bekanntesten Kultorte des Canavese. Im Gebiet des Parco Nazionale del Gran Paradiso ist es das wichtigste Beispiel religiöser Architektur.
Auf der 3. Etappe der „Grande Traversata delle Alpi“ übernachten wir in der Berghütte Località Santuario di Prascondu. Der piemontesische Name Prascondù bedeutet „prato nascosto“, verborgene Wiese: Vom unteren Teil des Tals von Ribordone aus ist die Mulde nicht zu sehen.
Übernachten auf der Località Santuario di Prascondu
Im Gebäudekomplex des Santuario zeigt das Museo della religiosità popolare des Parco Nazionale del Gran Paradiso eine multimediale Ausstellung. Audiovisionen erklären die Formen religiösen Ausdrucks rund um den Wallfahrtsort. Der Eintritt ist frei.
Zustieg zur Località Santuario di Prascondu
Eine Straße führt bis zur Berghütte Località Santuario di Prascondu: Ab Sparone zweigt die Strada provinciale 49 di Ribordone von der ehemaligen Strada statale 460 di Ceresole ab. Zu Fuß kommt man über die Grande Traversata delle Alpi und über die Etappe D26 des blauen Wegs der Via Alpina. Von der Berghütte aus sind Ausflüge zu den umliegenden Almen und Gipfeln möglich.
Gut zu wissen:
Laut Überlieferung hatte Giovannino Berardi aus Ribordone, der im Jahr zuvor die Sprache verloren hatte, am 27. August 1619 eine Marienerscheinung. Auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Loreto erlangte er nahe einem Bildstock die Sprache zurück. Die Bewohner von Ribordone bauten am Ort der Erscheinung eine Kapelle. Nachdem eine Lawine sie zerstört hatte, wurde sie an sichererer Stelle neu errichtet und 1659 feierlich geweiht. Zahlreiche Erweiterungen und Umbauten führten zum heutigen Gebäudekomplex. Das Fest des Santuario wird jedes Jahr am 27. August gefeiert.