Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Hohenzollern

Hohenzollernhaus

2.123m 🇦🇹
46.902, 10.635 Österreich
Betten: 53
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Pfunds

Schutzhütte im Radurschltal unter dem Glockturmkamm

Unterhalb des Glockturmkamms in den Ötztaler Alpen liegt auf 2.123 m das Hohenzollernhaus, auch Hohenzollern-Hütte genannt. Die Schutzhütte der Kategorie I steht im Radurschltal südöstlich von Pfunds, in den Nauderer Bergen. Betrieben wird sie von der Sektion Starnberg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Ein eigenes Kleinwasserkraftwerk am Radurschlbach versorgt die Hütte seit 2003 vollständig mit Strom.

Das Hohenzollernhaus nutzen wir als Stützpunkt für die Bergwanderung „Wanderdreitausender im Tiroler Oberland“. Ab der Hütte sind es 3 Stunden auf den Bruchkopf (3.013 m). Auf die Nauderer Hennesiglspitze (3.042 m) und den Wildnörderer (3.011 m) braucht man jeweils 3½ Stunden. Der Glockturm (3.355 m) ist als Hochtour ausgewiesen und erfordert 4½ Stunden.

Übernachten auf dem Hohenzollernhaus

Im Sommer ist die Hütte bewirtschaftet und hat Platz für über 60 Personen. Dazu gehört ein Raum mit 16 Matratzenlagern, der früher als Notlager diente. Eine Materialseilbahn versorgt die Hütte. Als Winterraum dient die Sepp-Feldmeier-Hütte mit 10 frei zugänglichen Plätzen, bei Bedarf auch im Sommer.

Zustieg zum Hohenzollernhaus

Von Pfunds führt eine 10 km lange Forststraße zum Parkplatz Wildmoos (1.600 m). Von dort sind es über die Radurschlalm 1½ bis 2 Stunden zur Hütte. Zu Fuß ab der Kajetansbrücke oder über den Klammweg von Pfunds Dorf dauert der Weg jeweils etwa 4 Stunden. Pfunds erreicht man mit der Bahn bis Landeck und weiter mit dem Bus. Übergänge führen über das Riffljoch zum Gepatschhaus (7 Stunden), zur Weißkugelhütte (2.542 m, 8 Stunden) und über den Zäunlaboden nach Nauders (7 Stunden).

Gut zu wissen:

Ihren Namen trägt die Hütte nach der 1905 in Berlin gegründeten Sektion Hohenzollern. Am 3. August 1924 wurde sie mit Platz für 20 Bergsteiger eröffnet. 1978 erwarb die Sektion Starnberg die Hütte von der Sektion Berlin, 2024 wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert. Seit 2019 liegt oberhalb der Hütte ein See, so groß wie etwa zwei Fußballfelder, den eine Mure im Radurschlbach aufgestaut hat. Die Seekar Runde über das Seekarjoch (2.897 m) dauert 7 bis 8 Stunden.

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.

Reisen mit Hohenzollernhaus