Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte AVS Sektion Obervinschgau, Ortsgruppe Mals

Oberetteshütte

2.670m 🇮🇹
46.765, 10.711 Italien
Betten: 89
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Matsch

AVS-Schutzhütte im oberen Matscher Tal, Südtirol

Auf 2.670 m liegt die Oberetteshütte auf der östlichen Seite des oberen Matscher Tals, im Südtiroler Teil der Ötztaler Alpen. Betrieben wird die Schutzhütte von der Ortsgruppe Mals der Sektion Obervinschgau des Alpenvereins Südtirol (AVS). Die Hütte gehört zum Bergsteigerdorf Matsch. Von hier starten Hochtouren auf die Weißkugel (3.739 m) und den Inneren Bärenbartkogel (3.557 m).

Über den Oberettesferner und das Oberettesjoch ist die Schwemser Spitze in 4 Stunden erreichbar. Sie wird auch Oberettesspitze genannt und ist 3.459 m hoch. Nach Norden führt der Weg über die Höllerscharte zur Inneren und Äußeren Quellspitze, zur Weißkugel und zu den beiden Bärenbartkogeln. Für die Weißkugel sind 4½ Stunden angesetzt. Kürzer ist die Südliche Schwemmserspitze (3.296 m) mit 1½ Stunden. Zur Äußeren Quellspitze (3.385 m) und zur Freibrunner Spitze (3.355 m) sind es je 3 Stunden.

Übernachten auf der Oberetteshütte

Die Oberetteshütte hat 89 Schlafplätze, aufgeteilt auf zwei Bereiche mit 46 und 43 Plätzen. Auf den Tisch kommen regionale Bio-Produkte.

Zustieg zur Oberetteshütte

Talort ist Matsch. Von den Glieshöfen im Matscher Talschluss sind es etwa drei Stunden und 895 Hm zur Hütte. Übergänge führen zum Hochjochhospiz (2.413 m) und zur Schöne-Aussicht-Hütte (Rif. Bella Vista, 2.842 m) in je 6 Stunden sowie zur Weißkugelhütte (Rif. Pio XI, 2.557 m) in 8 Stunden. Über das Bildstöckljoch geht es ins Schnalstal.

Gut zu wissen:

Ein erstes Schutzhaus, die Carlsbader Hütte, weihte die Sektion Prag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1883 ein. 1902 wurde es nach dem Karlsbader Stadtrat Franz Höller in Höllerhütte umbenannt. Nach dem Ersten Weltkrieg enteignete der italienische Staat das Schutzhaus und übergab es dem Club Alpino Italiano (CAI). 1945 brannte der Vorgängerbau bis auf wenige Mauerreste ab. Die heutige Hütte errichtete die Ortsgruppe Mals 1988 und benannte sie nach dem nahen Oberettesferner.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.