Schutzhütte am Tilisunasee im Rätikon
Im oberen Gampadelstal, auf der österreichischen Seite des Rätikons, liegt auf 2.211 m die Tilisunahütte. Sie steht direkt am Tilisunasee, nordöstlich der Sulzfluh. Bis zur Grenze zur Schweiz sind es von der Schutzhütte nur wenige Meter. Betrieben wird sie von der Sektion Vorarlberg des Österreichischen Alpenvereins. Von der Hütte geht der Blick hinaus ins Montafon.
Auf der sechstägigen Bergwanderung „Vom Rätikon ins Verwall“ durch das Montafon übernachten wir hier.
Übernachten auf der Tilisunahütte
Die Hütte hat 35 Betten und 105 Matratzenplätze. Dazu kommen warme Duschen und ein Trockenraum mit Schuhtrockner. Bewirtschaftet ist die Schutzhütte in der Sommersaison von Mitte Juni bis Mitte Oktober.
Zustieg zur Tilisunahütte
In Grabs (1.365 m) beginnt der Hauptzustieg, von dort sind es 3 Stunden zur Hütte. Kürzer ist der Weg aus der Schweiz: Von Partnun (1.801 m) dauert er 1½ bis 2 Stunden. Ab Latschau (995 m) führt der Weg über den Ziegerberg in 4 Stunden herauf, ab Tschagguns-Zentrum (697 m) in 4½ Stunden und von Gargellen in 4 bis 5 Stunden.
Zur Lindauer Hütte dauert der Übergang über Schwarze Scharte und Bilkengrat 2 Stunden, über das Steinerne Meer und den Rachen 3 Stunden. Über das Tilisunafürggele sind es 2 Stunden zur Carschinahütte, zur Madrisahütte 3¾ Stunden.
Gut zu wissen:
Rund um die Hütte leben Murmeltiere. An Drusen-, Sulz- und Scheienfluh gibt es Klettertouren ab dem 5. Grad, dazu Plätze zum Bouldern. In der Sulzfluh-Südwand wurde im Juli 2005 der erste Klettersteig der Ostschweiz eröffnet. Als Gipfelziele bieten sich die Sulzfluh (2.818 m, 2 Stunden), die Weißplatte (2.630 m, 1½ Stunden), die Scheienfluh (2.627 m, 2½ Stunden) und das Schwarzhorn (2.460 m, 3½ Stunden) an.