Hütte am E5 und Friedensweg in der Caregagruppe
Das Rifugio Campogrosso liegt auf 1.457 m in den Vizentinischen Alpen, östlich des Passo di Campogrosso (1.460 m) am nördlichen Rand der Caregagruppe. Unmittelbar nördlich schließt sich der Sengio Alto an. An der Hütte treffen sich zwei Weitwanderwege: der Europäische Fernwanderweg E5 und der Sentiero della Pace, der Friedensweg.
Als Stützpunkt für geführte Touren auf dem E5 von Trient nach Verona übernachten wir hier. Von der Hütte führen Wege zur Cima Carega (2.259 m) und zum Monte Cornetto (1.899 m). Wenige Minuten entfernt ist die Wand des Sengio della Sisilla mit Kletterrouten wie der Via Soldà-Bertoldi (1932, VI+) und zahlreichen Sportkletterrouten.
Übernachten auf dem Rifugio Campogrosso
Das Rifugio Campogrosso hat 50 Schlafplätze und ist ganzjährig geöffnet. Gegenüber der Hütte liegt ein dem Alpinisten Gino Soldà gewidmetes Mehrzweckzentrum für alpinistische Kulturveranstaltungen, die im Sommer von Mitte Juni bis Mitte September stattfinden.
Zustieg zum Rifugio Campogrosso
Von Recoaro Terme (446 m) sind es auf Weg 1 etwa 2 Stunden 30 Minuten zur Hütte. Vom Passo Pian delle Fugazze (1.162 m) führt Weg 170 in 2 Stunden 15 Minuten herauf, von Camposilvano (1.005 m) Weg 153 in 1 Stunde 45 Minuten. Die Straße SP 99 aus Recoaro Terme ist ab la Guardia vom ersten Schneefall bis zum Frühjahr gesperrt.
Auf Weg 157 bestehen Übergänge zum Rifugio Scalobri (1.767 m, 1 Stunde 45 Minuten), zum Rifugio Mario Fraccaroli (2.238 m, 3 Stunden) und zum Rifugio Cesare Battisti (1.265 m, 3 Stunden 45 Minuten).
Gut zu wissen:
1898 errichtete die Sektion Schio des Club Alpino Italiano (CAI) etwas oberhalb eine erste Schutzhütte. Die heutige Hütte war bis 1918 eine Kaserne der italienischen Finanzwache und wurde 1923 nach dem Umbau als Rifugio Olinto de Pretto eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt sie den Namen des Widerstandskämpfers Antonio „Toni“ Giuriolo. Seit 1984 ist sie in Privatbesitz.