Hochalpiner Stützpunkt in der Mischabelgruppe
In der Mischabelgruppe, auch Mischabelkette genannt, liegt auf 3.340 m die Mischabelhütte. Sie steht oberhalb von Saas-Fee in der Verlängerung des Nordostgrats der Lenzspitze, dem Schwarzhorngrat. Betrieben wird die Schutzhütte vom Akademischen Alpen-Club Zürich (AACZ). Von hier starten Hochtouren, allen voran auf das Nadelhorn, die meistbegangene Tour von der Hütte.
Auf den Hochtouren „Die großen Grate im Wallis“ und „Viertausender Parade rund um Saas Fee“ übernachten wir hier. Weitere Ziele ab der Mischabelhütte sind Ulrichshorn, Dürrenhorn und Hohberghorn, die Lenzspitze über ihre Nordostwand, die Eselswand, sowie der Nadelgrat.
Übernachten auf der Mischabelhütte
Die Mischabelhütte besteht aus zwei Gebäuden: Die neue Hütte hat 70 Schlafplätze, die alte 60. Im Winter dient das alte Gebäude als Winterraum. Waschräume sind vorhanden, WC-Anlagen und Wasserversorgung wurden 2010 renoviert. Die Hütte ist energieautark und nutzt Solarenergie.
Zustieg zur Mischabelhütte
Von Saas-Fee sind es etwa 5 Stunden zur Hütte. Der klettersteigähnliche Hüttenweg führt über den Schwarzhorngrat und ist mit T4 bewertet. Leitern und Ketten entschärfen die anspruchsvollen Stellen. Übergänge verbinden die Hütte mit der Bordierhütte und der Domhütte.
Gut zu wissen:
1899 beschloss der AACZ den Bau einer eigenen hochalpinen Hütte. Den Standort regte der Saaser Bergführer Aloys Supersaxo an. Ab Mai 1902 trugen Maultiere das Material von Saas-Fee herauf, im August 1903 wurde die Hütte eingeweiht. Die neue Hütte kam 1976 dazu. Den heutigen Weg über den Schwarzhorngrat baute man 1999 mit 610 Metern Drahtseil, 270 Eisenbügeln und einer sieben Meter langen Leiter.