DAV-Hütte zwischen Seebensee und Drachensee
Oberhalb von Ehrwald, auf einem Sattel zwischen Seebensee und Drachensee, liegt auf 1.920 m die Coburger Hütte. Die Schutzhütte der Sektion Coburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) gehört zur Mieminger Kette in Österreich. Nur wenige Höhenmeter über dem Drachensee blickt sie hinunter auf den Seebensee, in dem sich an klaren Tagen die Zugspitze spiegelt.
Auf der „Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran“ übernachten wir hier. In 1 bis 2 Stunden erreichst du von der Hütte aus den Vorderen Drachenkopf (2.301 m), den Vorderen Tajakopf (2.452 m) und die Ehrwalder Sonnenspitze (2.412 m).
Übernachten auf der Coburger Hütte
Die Coburger Hütte hat 80 Schlafplätze, Duschen, Trockenräume und einen Winterraum. Gruppen nutzen den Schulungsraum für 20 Personen mit Beamer. Versorgt wird die Hütte mit Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk, das Quellwasser läuft durch eine Filteranlage.
Zustieg zur Coburger Hütte
Der Hauptzustieg beginnt in Ehrwald (1.000 m). Zur Ehrwalder Alm (1.502 m) fährt auch die Ehrwalder Almbahn. Von dort sind es vorbei an Seebenalm und Seebensee 2 Stunden zur Hütte.
Direkt von Ehrwald führt der Hohe Gang in 3 Stunden hinauf. Er verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und ist nur stellenweise mit Drahtseilen gesichert. Ebenso lange dauern der Seeben-Klettersteig (Schwierigkeitsgrad E) und der Aufstieg von Biberwier über die Biberwierer Scharte (2.000 m).
Übergänge führen über die Igelsscharte zur Breitenkopfhütte (3 Stunden) und über die Grünsteinscharte zum Lehnberghaus oder zum Berggasthof Sunnalm (je etwa 3 Stunden). Über Gaistal und Gatterl sind es 5 bis 6 Stunden zur Knorrhütte.
Gut zu wissen:
Den Bau schlug 1890 der Münchner Alpinist Ferdinand Kilger vor. 1895 übernahm die 1879 gegründete Sektion Coburg das Vorhaben, 1901 war die erste Hütte fertig. 1908 bekam sie eine Fernsprechleitung, 1962 eine Materialseilbahn, zwischen 2009 und 2011 einen Erweiterungsbau mit Seminarraum.
Etwa fünf Minuten entfernt liegt ein Klettergarten mit rund zehn Routen im Grad 4 bis 6. Geöffnet ist die Hütte in der Regel von Juni bis Anfang Oktober.