Bergsteigerschule Zugspitze
Gebiet

Serengeti (Nationalpark)

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Die Serengeti im Norden Tansanias ist weit mehr als der gleichnamige Nationalpark. Ihr Ökosystem reicht über die Landesgrenze bis in die kenianische Maasai Mara und umfasst offene Grasländer, Savannen, Flusswälder und felsige Hügel. Ihren Namen verdankt sie vermutlich dem Maa-Wort Siringet – sinngemäß „das endlose Land“. Besonders die fast baumlosen Ebenen im Süden vermitteln genau diesen Eindruck: Grasland bis zum Horizont, darüber ein gewaltiger Himmel.

Berühmt ist die Serengeti für die Große Migration. Mehr als eine Million Gnus ziehen gemeinsam mit Hunderttausenden Zebras und Gazellen den Regenfällen und frischem Gras hinterher. Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und andere Beutegreifer folgen den Herden. Dazwischen ragen die Kopjes aus der Ebene – uralte Granit- und Gneisfelsen, die durch Erosion freigelegt wurden und Löwen häufig als Ruhe- und Aussichtspunkte dienen.

Den Rhythmus der Landschaft bestimmen vor allem Regen und Trockenheit. Die längere Regenzeit fällt meist in die Monate März bis Mai, kürzere Regenfälle treten häufig im November und Dezember auf. Mit dem Wasser wandern die Herden: Nach der Kalbungszeit in den südlichen Ebenen ziehen sie Richtung Norden und später wieder zurück. Die Serengeti ist deshalb keine statische Wildnis, sondern eine Landschaft, die sich im Jahresverlauf ständig verändert.

Bekannte Ziele im Gebiet

Land

Tansania

Orte im Gebiet

Arusha
Seronera
Mwanza
Karatu

Safari und Bush Walks in der Serengeti

Wandern in der Serengeti

Die Serengeti wird überwiegend im Safarifahrzeug erkundet. Wanderungen sind nur als geführte Bush Walks in ausgewiesenen Randzonen möglich, nicht in den Kernzonen des Nationalparks. Begleitet von speziell ausgebildeten Guides und Rangern erlebt man dabei vor allem die kleinen Details der Savanne: Spuren, Pflanzen, Vögel und das Verhalten der Tiere. Großwild wird aus sicherer Distanz beobachtet.

Anreise & Logistik Serengeti

Arusha ist der wichtigste Ausgangspunkt für Reisen in die Serengeti. Von dort erfolgt die Anreise über den Ngorongoro-Krater und das Hochland oder per Buschflug zu verschiedenen Landepisten im Nationalpark. Übernachtet wird in Lodges oder Camps innerhalb und außerhalb des Schutzgebiets. Für den Nationalpark gelten entsprechende Eintritts- und Schutzgebühren.

Saison & Migration in der Serengeti

Die Serengeti kann ganzjährig bereist werden. Von etwa Dezember bis März halten sich große Herden in den südlichen Ebenen auf, wo auch die Kalbungszeit stattfindet. Im weiteren Jahresverlauf ziehen sie nach Norden; zwischen Juli und September sind häufig die bekannten Flussüberquerungen am Mara River zu beobachten. Die Regenzeiten bringen frisches Gras und verwandeln die trockene Savanne innerhalb kurzer Zeit in eine grüne Landschaft.

Gut zu wissen:

Die Entstehung der Serengeti als Nationalpark hatte für die Maasai eine harte Kehrseite. Ende der 1950er-Jahre verloren sie ihre traditionellen Weidegebiete innerhalb des Parks und wurden vor allem in das heutige Ngorongoro-Schutzgebiet umgesiedelt. Der Zoologe Bernhard Grzimek setzte sich damals vehement für eine Serengeti ohne dauerhafte menschliche Nutzung ein und beeinflusste die internationale Debatte. Der Konflikt zwischen Naturschutz, Tourismus und den traditionellen Landrechten der Maasai wirkt bis heute nach.

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