Die größten Eisberge aus dem Fjord schmelzen erst bei 40-45 Grad Nord – südlicher als Großbritannien und auf Höhe von New York City.
Ilulissat Icefjord
UNESCO-Welterbe in Westgrönland
Der Fjord entsteht durch den Jakobshavn Isbræ, der täglich 20 bis 35 Meter fließt und jährlich rund 20 Milliarden Tonnen Eisberge kalbt. Diese erreichen Höhen bis zu einem Kilometer und bleiben oft jahrelang im flacheren Fjordbereich stecken, bevor sie in den offenen Atlantik treiben.
Das bis zu 250.000 Jahre alte Eis macht den Fjord zu einem wichtigen Forschungsobjekt für die Klimageschichte. Die Region ist seit fast 4.000 Jahren besiedelt, wie Funde der Saqqaq-, Dorset- und Thule-Kulturen belegen. Heute leben Inuit-Gemeinden vom winterlichen Fischfang mit Hundeschlitten, da der Fjord ganzjährig zugefroren ist.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in Westgrönland
Maniitsoq
Maniitsoq ist eine Küstenstadt mit 2.500 Einwohnern auf einer Insel im zerklüfteten Archipel Westgrönlands. Der grönländische Name bedeutet "unebener Ort" und beschreibt die schroffe Topografie treffend.
Nuuk
Nuuk ist die Hauptstadt Grönlands und größte Stadt der Insel mit 19.903 Einwohnern. Die ehemalige dänische Kolonie Godthaab wurde 1728 von Hans Egede gegründet. Das arktische Zentrum dient als Ausgangspunkt für Polarexpeditionen ins Grönländische Inlandeis.
Kangerlussuaq
Kangerlussuaq ist der zentrale Flughafen Grönlands und wichtigster Ausgangspunkt für Expeditionen ins Inlandeis. Der Ort entstand als amerikanischer Armeestützpunkt und liegt nur 35 km vom grönländischen Eisschild entfernt.
Point 660
Point 660 ist eine kleine Anhöhe an der Eiskante des Russell-Gletschers in Westgrönland. Von hier startet die Inlandeis-Durchquerung mit dem ersten Aufstieg durch den Gletscherbruch.
Nunatarsuaq
Nunatarsuaq ist ein Nunatak in der Melville Bay Region im nordwestlichen Grönland. Der isolierte Felsgipfel ragt aus dem grönländischen Eisschild hervor. Bei weiterem Gletscherrückgang wird der Nunatak zu einer Insel.
Devil's Thumb
Der Devil's Thumb erhebt sich 546 m hoch auf Kullorsuaq Island im nordwestlichen Grönland. Der markante Felsgipfel dient seit jeher als Orientierungspunkt für Arktisnavigation in der Melville Bay.
Anoritooq
Anoritooq ist ein 1.108 m hoher Nunatak in Nordwestgrönland. Der isolierte Felsgipfel ragt aus dem grönländischen Inlandeis im Upernavik-Archipel heraus.
Wandel Land
Wandel Land ist ein 15,7 km langer Nunatak in der Avannaata-Gemeinde Nordwestgrönlands. Der höchste Punkt erreicht 981 m und liegt im zentralwestlichen Teil des Massivs.
Uummannaq
Der Uummannaq erhebt sich als 1.170 m hoher, isolierter Berg auf einer kleinen Insel im Uummannaq-Fjord in Westgrönland. Der herzförmige Gipfel aus Granit und Gneis gilt als markantester Berg der arktischen Westküste Grönlands.
Ukkusissat
Der Ukkusissat erhebt sich auf 772 m südöstlich des Flughafens von Nuuk in Westgrönland. Der Berg bildet den Endpunkt einer langen Gebirgskette auf einer Halbinsel im Nuup Kangerlua, dem längsten Fjord Südwestgrönlands.
Narsarsuaq
Narsarsuaq ist eine kleine Siedlung in Südgrönland mit 123 Einwohnern. Der Ort entwickelte sich um den ehemaligen US-Militärflugplatz Bluie West One aus dem Zweiten Weltkrieg. Seit 2026 dient der Flugplatz nur noch als Heliport.
Harald Moltke Glacier
Der Harald Moltke Glacier liegt im äußersten Nordwesten Grönlands nördlich der Thule Air Base. Der über 5 km lange und 1.500 m breite Gletscher speist den Wolstenholme Fjord. Zusammen mit drei weiteren Gletschern bildet er eine der größten Eismaschinen der Welt.
Expeditionen in Westgrönland
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Schwierigkeit
Expedition Inlandeis Durchquerung | Grönland
Schwierigkeit
Basecamps in Westgrönland
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