Die Mongolei liegt im Herzen Ostasiens zwischen Russland im Norden und China im Süden. Mit rund 1,6 Millionen Quadratkilometern zählt sie zu den größten Binnenstaaten der Erde und ist zugleich eines der am dünnsten besiedelten Länder unseres Planeten. Endlose Steppen, Wüsten, Seen und Hochgebirge prägen eine Landschaft, die bis heute vom traditionellen Leben der Nomaden bestimmt wird. Im Westen erhebt sich der Mongolische Altai – ein weitläufiges Hochgebirge mit schneebedeckten Gipfeln, großen Gletschern und glasklaren Bergseen. Hier liegt mit dem Khüiten Peak (4.374 m) der höchste Berg der Mongolei. Die Region ist Heimat der kasachischen Adlerjäger und der tuwinischen Minderheit, deren jahrhundertealte Nomadentraditionen bis heute das Leben im Altai prägen. Kaum eine andere Gebirgslandschaft verbindet ursprüngliche Wildnis, kulturelle Vielfalt und grenzenlose Weite so eindrucksvoll wie der mongolische Altai.
Die Mongolei ist eine semipräsidentielle Republik mit rund 3,5 Millionen Einwohnern. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar, während die weiten Steppen und Gebirgsregionen nur dünn besiedelt sind. Amtssprache ist Mongolisch. Neben der kyrillischen Schrift gewinnt seit einigen Jahren auch die traditionelle mongolische Schrift wieder zunehmend an Bedeutung. Der tibetische Buddhismus prägt Kultur und Alltag vieler Mongolen. Daneben haben schamanistische Traditionen bis heute einen festen Platz im Leben der Nomaden, für die Berge, Flüsse und Seen als beseelte Orte gelten. Im Westen des Landes bewahren die kasachische Minderheit mit ihrem islamischen Glauben und der jahrhundertealten Tradition der Adlerjagd ihre eigene kulturelle Identität.