Schutzhütte am Lago Venerocolo unter dem Adamello
Das Rifugio Giuseppe Garibaldi liegt auf 2.548 m am nordwestlichen Ufer des Lago Venerocolo, in der Conca Venerocolo im oberen Val d'Avio. Die Schutzhütte der Sektion Brescia des Club Alpino Italiano (CAI) gehört zur Adamello-Presanella-Gruppe und liegt am Fuß der Nordwand des Adamello.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für die viertägigen Hochtouren „Adamello und Presanella“ auf sechs leichte Dreitausender. Für den Monte Adamello (3.554 m) ist sie der klassische Ausgangspunkt, über den Passo Brizio sind es 5 Stunden zum Gipfel. Zum Corno Bianco (3.434 m) braucht man 4 Stunden, zur Cima Venerocolo (3.325 m) 3 Stunden und zum Corno Baitone (3.331 m) 6 Stunden.
Übernachten auf dem Rifugio Giuseppe Garibaldi
Die Hütte hat 98 Schlafplätze und ist von Mitte Juni bis Mitte September bewirtschaftet. Im Frühjahr öffnet sie für Gruppen ab 10 Personen. Der Winterraum hat 6 Betten.
Zustieg zum Rifugio Giuseppe Garibaldi
Von Temù (1.147 m) sind es auf Weg Nr. 11 durch das Val d'Avio 4 Stunden 20 Minuten zur Hütte. Kürzer ist der Weg ab der Malga Caldea (1.584 m), die mit Geländefahrzeugen erreichbar ist. Von dort braucht man 3 Stunden. Der Adamello-Höhenweg Nr. 1 führt an der Hütte vorbei. Übergänge verbinden sie mit dem Rifugio Ai Caduti dell'Adamello (4 Stunden 30 Minuten), dem Rifugio Mandrone (5 Stunden) und dem Rifugio Franco Tonolini (5 Stunden 30 Minuten). Über den Passo Premassone sind es 5 Stunden zum Rifugio Serafino Gnutti, über den Passo delle Gole larghe 6 Stunden zum Rifugio Aviolo.
Gut zu wissen:
Der Vorgängerbau entstand 1894 als italienische Antwort auf die Mandronehütte des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DÖAV). Sein Name erinnert an das Gefecht vom 4. Juli 1866 bei Vezza d'Oglio zwischen Garibaldis Freischaren und den Österreichern. Im Ersten Weltkrieg diente die Hütte als italienisches Feldlazarett und wurde zum wichtigsten logistischen Zentrum der italienischen Adamellofront. In den 1950er Jahren wurde der Lago Venerocolo aufgestaut, die bis 1958 betriebene alte Hütte und die Kriegsbauten verschwanden im Stausee. Als Ersatz ließ der Stauseebetreiber Enel die heutige Hütte errichten, die 1959 eingeweiht wurde.