Berghütte am größten Gletscher Italiens – Stützpunkt für Hochtouren
Auf 2.445 m liegt das Rifugio Mandrone – “Città di Trento”, auch Mandrone Hütte genannt, am Rand der Conca Mandron, im Talabschluss des Val di Genova in der Adamello-Presanella-Gruppe. Die Hütte gehört zur Gemeinde Spiazzo im Naturpark Adamello-Brenta. Betrieben wird sie von der Società degli Alpinisti Tridentini (SAT), einer autonomen Sektion des Club Alpino Italiano (CAI).
Das Rifugio Mandrone nutzen wir als Stützpunkt für die Hochtouren „Adamello und Presanella“ auf sechs leichte Dreitausender, darunter der Monte Adamello (3.539 m) und die Cima Presena (3.069 m). Gegenüber im Südwesten liegt der Mandrone-Gletscher, der größte Gletscher Italiens. An ihm entspringt die Sarca di Genova.
Übernachten im Rifugio Mandrone – “Città di Trento”
Das dreistöckige Gebäude hat 100 Schlafplätze und einen Winterraum für sechs Personen. Bewirtschaftet ist die Hütte in der Regel vom 20. Juni bis 20. September, je nach Bedingungen auch im Frühjahr für Skitouren.
Zustieg zum Rifugio Mandrone – “Città di Trento”
Talort ist Pinzolo. Von der Malga Bédole (1.558 m) im Val di Genova sind es auf Weg 212 etwa 2 Stunden 45 Minuten zum Rifugio Mandrone. Die Zufahrt von Carisolo zur Piana di Bedole ist reglementiert, ein Shuttle fährt hinauf.
Vom Passo Preséna (2.997 m), erreichbar mit der Seilbahn vom Tonalepass, führt Weg 209 in 1 Stunde 15 Minuten zur Hütte. Im Winter und Frühjahr ist nur der Zugang vom Passo del Tonale möglich, meist über die Bocchetta degli Sciatori. Übergänge führen zum Rifugio Ai Caduti dell’Adamello (3.040 m, Weg 236, 2 Stunden 30 Minuten), zum Rifugio Giuseppe Garibaldi (2.553 m, 5 Stunden) und zum Rifugio Denza (2.298 m, 6 Stunden).
Gut zu wissen:
1878 baute die Sektion Leipzig des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) wenige hundert Meter unterhalb die erste Mandron Hütte. Heute dient sie als Studienzentrum Adamello „Julius Payer“ des MUSE in Trient. Ihre zweite Hütte von 1894 zerstörte 1916 die italienische Artillerie. Das heutige Rifugio weihte die SAT 1959 nach sechsjähriger Bauzeit ein. Finanziert wurde es durch eine Spendenaktion, die Trients Bürgermeister Nilo Piccoli 1953 ins Leben rief.