Schutzhütte auf der Grenze am Hohen Göll
Als Schutzhütte der Sektion Sonneberg des Deutschen Alpenvereins (DAV) liegt das Purtschellerhaus auf 1.692 m am Westhang des Hohen Göll in den Berchtesgadener Alpen. Die Hütte steht direkt auf der Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich: Ein Drittel gehört zu Berchtesgaden, zwei Drittel zu Salzburg. Eine Farblinie am Boden markiert, wo die Grenze mitten durch die Hütte verläuft.
Vom Purtschellerhaus führen Wege auf zwei Gipfelziele: den Hohen Göll (2.522 m) und das Hohe Brett (2.338 m).
Übernachten auf dem Purtschellerhaus
Die Hütte hat 40 Schlafplätze. Einen Winterraum gibt es nicht.
Zustieg zum Purtschellerhaus
Der kürzeste Weg beginnt am Ahornkaser (1.500 m), von dort ist es eine Stunde zur Hütte. Von der Enzianhütte (1.200 m) sind es etwa 1¼ Stunden. Länger ist der Weg von Kuchl oder Golling: Er führt über die Dürrfeichtalm und den Eckersattel in 3½ Stunden herauf.
Zwei Übergänge verbinden die Hütte mit ihren Nachbarn. Zum Kehlsteinhaus (1.820 m) sind es 4½ Stunden über einen teilweise gesicherten Klettersteig. Seine Schwierigkeit liegt bei II auf der Skala der Internationalen Vereinigung der Bergsteigerverbände (UIAA). Zum Carl-von-Stahl-Haus (1.736 m) oder zum Schneibsteinhaus (1.668 m) dauert der Übergang 6 Stunden. Auch dieser Weg ist teilweise gesichert, hat den Schwierigkeitsgrad I bis II nach UIAA und ist nur für Geübte geeignet.
Gut zu wissen:
Der Bau begann 1899, eingeweiht wurde die Hütte am 22. Juli 1900. Ihren Namen trägt sie nach dem Alpinisten Ludwig Purtscheller. In der Nachkriegszeit war sie der einzige Ort, an dem sich Deutsche und Österreicher legal privat treffen konnten.