DAV-Hütte am Untersberg in den Berchtesgadener Alpen
Im Gemeindegebiet von Bischofswiesen, unmittelbar nordwestlich der Scheitelhöhe des Untersbergs, liegt auf 1.894 m das Stöhrhaus. Betreiber der Hütte ist die Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins (DAV). Zum Berchtesgadener Hochthron (1.972 m) sind es von hier 15 Minuten, zum Gamsalpkopf (1.885 m) 30 Minuten. Von der Hütte geht der Blick zu Hochkalter, Watzmann, Steinernem Meer und Hohem Göll.
Auf der „Untersbergrunde“ und auf der „Alpenüberquerung Salzburg–Triest“ übernachten wir hier. Für Wanderer am Rupertiweg ist die Schutzhütte ein wichtiger Stützpunkt. Der österreichische Weitwanderweg verläuft an dieser Stelle auf deutschem Staatsgebiet.
Übernachten auf dem Stöhrhaus
Die Hütte hat 58 Schlafplätze. Im Winter ist die Hütte meist geschlossen, es kann aber ein Winterraum genutzt werden.
Zustieg zum Stöhrhaus
Der Hauptzustieg beginnt in Hallthurm (690 m) an der B 20 und führt über Zehnkaser in 3½ Stunden zur Hütte. Ebenfalls 3½ Stunden dauert der Weg von Winkl (650 m) über den Reisenkaser und von Ettenberg (790 m) bei Marktschellenberg über den Scheibenkaser. Von Aschau (680 m) bei Bischofswiesen sind es über den Stöhrweg 4 Stunden, von Hintergern (800 m) bei Berchtesgaden 3 Stunden.
Alle Zustiege sind leicht, bei mehreren ist ein Leiterl zu überwinden. Über das Plateau, die Mittagscharte, den Thomas-Eder-Steig und die Schellenberger Eishöhle führt ein Übergang zur Toni-Lenz-Hütte (1.438 m), er dauert 3 Stunden. Über den Salzburger Hochthron (1.852 m) geht es in 3½ Stunden zum Zeppezauerhaus (1.663 m).
Gut zu wissen:
Erbaut wurde die Hütte von 1898 bis 1901 und danach mehrfach erweitert. Beim Umbau 2018/19 wurde die hintere Hälfte des Gebäudes abgerissen und neu errichtet. Im Winter gelangt man per Skitour von Winkl über den Reisenkaser zur Hütte. Auch eine Überquerung des Plateaus ist dann möglich.