Über dem Konkordiaplatz am Grossen Aletschgletscher
Die Konkordiahütte der Sektion Grindelwald des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) liegt auf 2.850 m in den Berner Alpen, rund 200 Meter über dem Konkordiaplatz, dem Ursprung des Aletschgletschers. Die SAC-Hütte am Aletschgletscher, auch Concordiahütte geschrieben, gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Mit 8.600 Übernachtungen im Jahr 2007 war sie nach der Britanniahütte die am zweithäufigsten besuchte SAC-Hütte.
Auf Gletschertrekkings, Skidurchquerungen und Hochtouren übernachten wir hier, etwa auf dem „Gletschertrekking Aletschgletscher“ und den „Skitouren im Berner Oberland“. Gipfelziele ab der Hütte sind Gross Grünhorn, Aletschhorn, Mönch und Jungfrau. Im Winter und Frühjahr sind die meisten Gipfel mit Skiern besteigbar.
Übernachten auf der Konkordiahütte
Die Konkordiahütte hat 155 Schlafplätze. 120 davon befinden sich im Haupthaus in 10- und 12-Bett-Zimmern, 35 im Nebenhaus. Dazu kommen Waschräume, Duschen und eine Sonnenterrasse. Zwei Hüttenwarte bewirtschaften die Hütte von März bis Mai und von Juli bis Ende September. In der übrigen Zeit dient das Nebenhaus als Winterraum.
Zustieg zur Konkordiahütte
Die Jungfraubahn fährt von der Kleinen Scheidegg zum Jungfraujoch. Von dort sind es über den Jungfraufirn und den Konkordiaplatz etwa 4 Stunden zur Hütte. Auf den letzten Metern sind Metalltreppen mit 526 Stufen zu steigen (Stand 2025). Ab der Fiescheralp (2.212 m) führt die Wanderung zur Hütte am Märjelensee vorbei und über den Aletschgletscher zum Südzugang, der teilweise mit Drahtseilen gesichert ist. Zwei weitere Zustiege führen durch das Lötschental und das Fieschertal, beide sind sehr lang. Jeder Zustieg quert Gletscher und gilt als Hochtour im Grad L („leicht“) der SAC-Skala. Übergänge bestehen zur Lötschenhütte Hollandia, zur Finsteraarhornhütte, zur Oberaletschhütte und zur Mönchsjochhütte.
Gut zu wissen:
1877 baute das Zentralkomitee des SAC die erste Hütte in fünf Wochen für 20 Personen. Die Konkordiahütte wurde zuletzt 1996 für zwei Millionen Schweizer Franken umgebaut. Weil der Gletscher zurückgeht, wuchs die Treppe von 370 Stufen im Jahr 1999 auf 433 Stufen im Jahr 2007. Beim Orkan Andrea im Januar 2012 maß die Wetterstation bei der Hütte eine Böe mit 270 km/h.