SAC-Hütte am Mittellegigrat des Eigers, Berner Alpen
Vom Grindelwalder Bergführerverein betreut, liegt die Mittellegihütte auf 3.355 m in den Berner Alpen der Schweiz, über dem Talort Grindelwald. Die Hütte steht auf dem schmalen Nordostgrat des Eigers, dem Mittellegigrat, der zu beiden Seiten steil abfällt. Von der Mittellegihütte zum Gipfel des Eiger (3.967 m) sind es 4 bis 5 Stunden Kletterei im III. Grad.
Auf mehreren Hochtouren übernachten wir hier, darunter „Über den Mittellegigrat auf den Eiger“ und „Das Berner Dreigestirn Eiger - Mönch - Jungfrau“.
Übernachten auf der Mittellegihütte
Die Hütte hat 30 Schlafplätze, einen Aufenthaltsraum und ein Zimmer für die bewartende Person. Seit 1995 ist sie bewartet. Etwas weiter östlich steht eine Biwakschachtel aus Stahlrohr mit Platz für zwölf weitere Personen. Sie dient als Winterraum.
Zustieg zur Mittellegihütte
Der Hauptzustieg beginnt an der Station Eismeer der Jungfraubahn. Von dort führt der Weg über den Kallifirn in 2,5 Stunden zur Hütte, mit Kletterei im III. Grad. Alternativ bringt die Luftseilbahn von Grindelwald zur Pfingstegg. Über die Stieregg geht es weiter, bei Punkt 2.489 auf den Kallifirn und mit Kletterei im III. Grad hinauf zum Grat.
Gut zu wissen:
1924 wurde die Hütte gebaut, mit einer Spende über 10.000 Schweizer Franken von Maki Yūkō, dem Erstbegeher des Grats. Die gesamten Baukosten lagen bei 16.000 Schweizer Franken. 1986 bekam sie neue Schindeln für Dach und Wände. Im selben Jahr entstand die Biwakschachtel, weil die damals 16 Plätze oft nicht ausreichten. 2001 ersetzte ein Neubau die alte Hütte, die ein Hubschrauber an einem Stück abtransportierte. Zuerst Museumsobjekt bei der Station Eigergletscher, ist sie seit 2011 Teil des Erlebniswanderwegs Eiger Walk. Zwischen den Stationen Eigergletscher und Fallboden bei der Loucherflue zeigt sie heute Bergsteigerausrüstung aus verschiedenen Epochen.