Schutzhütte unter der Bischofsmütze im Gosaukamm
Hoch über Filzmoos im Bundesland Salzburg liegt auf 1.705 m die Hofpürglhütte der Sektion Linz des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Sie steht südlich unterhalb der Bischofsmütze im Gosaukamm, dem westlichen Teil des Dachsteingebirges. Über der Hütte ragen die Große Bischofsmütze (2.458 m) und die Kleine Bischofsmütze (2.430 m) auf. Beide Gipfel sind nur für erfahrene Kletterer ein Ziel.
Auf der „Hüttenwanderung rund um den Hohen Dachstein“ übernachten wir hier. Weitwanderer auf dem Nordalpenweg nutzen die Hütte ebenfalls als Stützpunkt, und im Winter ist sie Ausgangspunkt für Skitouren.
Übernachten auf der Hofpürglhütte
Die Hofpürglhütte hat 70 Schlafplätze und einen Winterraum für bis zu acht Personen. Es gibt Kalt- und Warmwasserduschen. Warmwasser gibt es nur in begrenzter Menge und gegen Münzen. Eine Materialseilbahn und eine biologische Kläranlage gehören zur Hütte.
Zustieg zur Hofpürglhütte
Von der Aualm (1.365 m) an der Mautstraße ab Filzmoos sind es über den Hüttenweg 45 Minuten und 340 Hm. Von der Unterhofalm (1.260 m) führt der Wastl-Lackner-Steig in 1 Stunde (445 Hm) hinauf. Ab Filzmoos selbst dauert der Jagasteig 2,5 Stunden, ab Mauerreith bei Annaberg-Lungötz geht es über die Mahdalm in 2 Stunden zur Hütte. Vom Vorderen Gosausee sind es über Ahornkar und Steiglpass 4,5 Stunden.
Übergänge gibt es zur Theodor-Körner-Hütte (3 Stunden), zur Gablonzer Hütte (4,5 Stunden), zur Dachsteinsüdwandhütte (5 Stunden) und zur Austriahütte (6 Stunden). Der Linzer Weg zur Adamekhütte ist nur für Geübte: Die Kletterstellen im UIAA-Grad I sind teilweise gesichert, der Fels ist brüchig.
Gut zu wissen:
Die Sektion Linz des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins errichtete die Hütte 1901 auf dem Hofpürgl. Eingeweiht wurde sie am 10. August 1902. Seit dem Umbau von 1981 hat sie Strom, 2001 wurde sie renoviert. Verbreitet sind auch die Schreibweisen Hofpürgelhütte, Hochpürglhütte und Hochpürgelhütte.