Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte CAI Torino (Turin)

Rifugio Vittorio Emanuele II

2.732m 🇮🇹
45.513, 7.230 Italien
Betten: 120
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Pont, Valsavarenche

Stützpunkt am Normalweg auf den Gran Paradiso

Das Rifugio Vittorio Emanuele II der Sektion Turin des Club Alpino Italiano (CAI) liegt auf 2.732 m in der Gran-Paradiso-Gruppe. Auf der Ostseite des Valsavarenche-Tals steht die Hütte am Ufer des Lago Moncorvé auf der Montcorvé-Hochfläche, mitten im Nationalpark Gran Paradiso. Ihre Bauform erinnert an eine Luftschiffhalle: eine Halbtonne mit Aluminiumdach.

Zusammen mit dem Rifugio Federico Chabod (2.710 m) ist die Hütte der am häufigsten genutzte Stützpunkt für die Besteigung des Gran Paradiso (4.061 m). Weitere Gipfelziele sind Becca de Montcorvé (3.875 m), Charforon (3.640 m), Mont Tresenta (3.609 m) und Becca de Montchair (3.544 m). Auf der Hochtour „Gran Paradiso und Mont Blanc“ übernachten wir hier.

Übernachten auf dem Rifugio Vittorio Emanuele II

Die Hütte hat etwa 152 Schlafplätze. Weitere Schlafplätze gibt es in Containern an der Nordwestfassade, zu denen ein eigener Sanitärbereich im Freien gehört. Während der Saison ist die Hütte meist stark belegt. Als Winterquartier und Notlager dient die alte Hütte von 1884 mit 21 Schlafplätzen.

Zustieg zum Rifugio Vittorio Emanuele II

Talort ist Pont (1.899 m), ein Ortsteil von Valsavarenche am Ende der Straße durch das Valsavarenche-Tal. Von dort sind es etwa 2,5 Stunden zur Hütte, ohne technische Schwierigkeiten (italienische Bewertung E). Der Weg führt erst taleinwärts nach Süden, dann durch lichten Wald, über Wiesen und Moränengelände hinauf. Übergänge verbinden die Hütte außerdem mit dem Bivacco Ivrea (2.770 m), dem Rifugio Città di Chivasso (2.604 m) und dem Rifugio Vittorio Sella (2.584 m).

Gut zu wissen:

Namensgeber ist König Viktor Emanuel II., der das Gebiet ab 1854 als Jagdrevier erwarb und damit zum Schutz der Steinböcke beitrug, die bis heute in der Umgebung leben. Wenige Meter unterhalb der ersten Hütte entstand 1954 der Neubau, der 1963 erweitert wurde; 2013 kam ein neuer Speisesaal hinzu. Die Erstbesteiger des Gran Paradiso, John Jermyn Cowell und William Christopher Dundas, gingen am 4. September 1860 die Route, die bis heute als Normalweg über die Hütte führt. Bei der Hütte steht eine kleine Kapelle der Madonna Regina della Valle d'Aosta, 1968 geweiht.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sonstige

Valsavarenche

Valsavarenche liegt am Ende des gleichnamigen Tals im italienischen Gran Paradiso Nationalpark. Das Bergdorf dient als zentraler Ausgangspunkt für Hochtouren auf den Gran Paradiso und Skitouren in der Region. Von Pravieux und Le Pont führen die Zustiege zu den Schutzhütten Rifugio Chabod und Rifugio Vittorio Emanuele.

Gipfel 4.061 m

Gran Paradiso

Der Gran Paradiso erhebt sich auf 4.061 m als höchster Berg, der vollständig in Italien liegt. Der Normalweg über den Laveciau-Gletscher führt zur charakteristischen Madonnenstatue am Gipfel. Die Route gilt als einer der leichtesten Viertausender der Alpen.

Sattel 2.040 m

Colle Crest

Der Colle Crest liegt auf 2.040 m zwischen dem Fatinaire-Tal und Valle di Ribordone. Der Pass bietet weite Sicht in die Poebene und verbindet zwei Täler der Gran-Paradiso-Gruppe. Er ist Etappenziel der Grande Traversata delle Alpi.

Gipfel 3.552 m

Gran Serra

Der Gran Serra erhebt sich auf 3.552 m im Massiv des Gran Paradiso zwischen Valsavarenche und Valnontey. Der Gipfel liegt auf der Dorsale vom Gran Paradiso zur Grivola und gilt als beliebter Akklimatisierungsberg für Skitouren.

Sattel 2.578 m

Colle della Borra

Der Colle della Borra liegt auf 2.578 m Höhe im Gran-Paradiso-Nationalpark. Der Pass verbindet das Tal von Piamprato mit dem Campiglia-Tal. Von hier eröffnet sich ein Panoramablick in die wilden Bereiche des Nationalparks.

Dorf

Aymavilles

Aymavilles liegt am Eingang des Val di Cogne im Aostatal. Der alpine Ort dient als Basecamp für Skitouren in der Gran-Paradiso-Gruppe. Das nahegelegene Schloss Aymavilles zählt zu den schönsten der Region.

Dorf

Campiglia Soana

Campiglia Soana liegt als Fraktion von Valprato Soana im Val Soana. Das Bergdorf gilt als wichtigster touristischer Ort des Tals und dient als Ausgangspunkt zum Santuario di san Besso. Archäologische Funde belegen eine Siedlungsgeschichte bis ins 16. Jahrhundert.

Dorf

Quincinetto

Quincinetto ist eine italienische Gemeinde in der Metropolitanstadt Turin mit 976 Einwohnern. Das Dorf liegt 60 km nördlich von Turin am Fuß der Gran-Paradiso-Gruppe. Der Ort dient als strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen in Italiens ersten Nationalpark.

Sattel 2.372 m

Bocchetta delle oche

Die Bocchetta delle Oche verbindet auf 2.372 m Höhe das Val Soana mit dem Valchiusella in der Gran-Paradiso-Gruppe. Der Pass war bereits in römischer Zeit die wichtigste Passage zwischen den beiden Tälern und gilt heute als einfachster Übergang in diesem Gebiet.

Gipfel 3.642 m

Ciarforon

Der Ciarforon erhebt sich auf 3.642 m im Parco Nazionale del Gran Paradiso. Die Nordwand zeigt sich vergletschert, während die Südseite ein markantes trapezförmiges Felsmassiv bildet. Alle Aufstiegsrouten haben alpinistischen Charakter.

Kirche 1.320 m

Santuario di Prascondù

Das Santuario di Prascondù liegt auf 1.320 m im Gran-Paradiso-Nationalpark und ist der wichtigste sakrale Bau der Region. Die Wallfahrtskirche entstand nach einer Marienerscheinung von 1619 und beherbergt heute das Museum der Volksreligiosität.

Gipfel 2.156 m

Monte Arzola

Der Monte Arzola erhebt sich auf 2.156 m im wenig besuchten Val Ribordone des Gran-Paradiso-Nationalparks. Der Gipfel bietet ein 360°-Panorama über das Valle dell'Orco bis zum Gran Paradiso. Am Aufstiegsweg finden sich neolithische Felsgravuren mit Spiralmustern.

Reisen mit Rifugio Vittorio Emanuele II