Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Mönchengladbach

Kalser Tauernhaus

1.755m 🇦🇹
47.071, 12.624 Österreich
Betten: 50
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Kals am Großglockner

Schutzhütte im Dorfertal der Glocknergruppe

Im Dorfertal bei Kals am Großglockner in Österreich liegt auf 1.755 m das Kalser Tauernhaus. Die Schutzhütte der Sektion Mönchengladbach des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht im Nationalpark Hohe Tauern und ist als Schutzhaus der Kategorie I eingestuft.

Auf dem „Adlerweg Osttirol Teil 2“ übernachten wir hier. In 3 Stunden erreicht man den Kalser Tauern (2.518 m), einen historisch bedeutsamen Übergang von Osttirol in den Pinzgau. Von dort sind es 45 Minuten durch Blockwerk auf den Medelzkopf (2.760 m).

Übernachten auf dem Kalser Tauernhaus

Die Hütte hat 50 Schlafplätze und einen Trockenraum. Seit 1986 gibt es einen Anbau mit Wasch- und Sanitärräumen und warmem Wasser. Strom liefert ein eigenes Wasserkraftwerk, das Abwasser reinigt eine vollbiologische Kläranlage. Seit 2006 trägt die Hütte das Umwelt-Gütesiegel. Einen Winterraum gibt es nicht.

Zustieg zum Kalser Tauernhaus

Der Weiler Taurer (1.521 m) hat Parkplätze und eine Bushaltestelle. Von dort führt der Weg durch die Klamm des Dorferbaches und über den Talboden des Dorfertales in 1½ Stunden und 234 Hm zum Kalser Tauernhaus.

Gleich lang ist der Weg von der Moar-Alm (1.793 m), die ab Taurer über eine Bergstraße mit dem Auto erreichbar ist. Der Abstieg über die „Stiege“ ins Dorfertal verlangt Trittsicherheit.

Übergänge führen zur Sudetendeutschen Hütte (2.650 m, 4½ Stunden), zum Berghotel Rudolfshütte (2.252 m, 4 Stunden) und zur Stüdlhütte (2.801 m, 5½ Stunden). Nach Rücksprache ist ein Gepäcktransport möglich.

Gut zu wissen:

Kalser Bergführer errichteten die Hütte von 1928 bis 1930 als Stützpunkt für Glocknertouristen. Eingeweiht wurde sie am 28. Juni 1931. 1962 übernahm und sanierte sie die Sektion Mönchengladbach. Eine Stunde entfernt liegt der Dorfersee, der durch einen Felssturz entstand. Bewirtschaftet ist die Hütte je nach Witterung von Anfang Juni bis Mitte Oktober.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.