Alpenvereinshütte am See der Oberen Steiner Alm
Auf 2.650 m liegt die Sudetendeutsche Hütte an einem kleinen See auf der Oberen Steiner Alm. Die Schutzhütte gehört zur Granatspitzgruppe und steht in der Außenzone des Nationalparks Hohe Tauern. Betreiber ist die Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins (DAV). Die Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Kategorie I. Östlich der Hütte führt ein Wanderweg zum Aussichtspunkt Glocknerblick.
Auf dem „Adlerweg Osttirol Teil 2“ und auf der Tour „Vom Kitzsteinhorn zum Großglockner“ übernachten wir hier. Die Sudetendeutsche Hütte liegt am Adlerweg und ist Etappenort der Glocknerrunde.
Übernachten auf der Sudetendeutschen Hütte
Die Hütte hat 23 Betten und 20 Lagerplätze. Dazu kommen zwei Gasträume mit Kachelöfen, zwei Terrassen, Duschen mit Warmwasser und ein Schuh- und Trockenraum. Außerhalb der Bewirtschaftung ist der Winterraum im Hanggeschoß offen. Er hat einen eigenen Eingang und 12 Plätze in Matratzenlagern. Strom kommt von Solarzellen und einem Blockheizkraftwerk, das mit Rapsöl betrieben wird.
Zustieg zur Sudetendeutschen Hütte
Die übliche Wanderung zur Hütte beginnt am Wanderparkplatz Matrei-Glanz (1.545 m). Über die Äußere Steiner Alm (1.909 m) sind es 3½ Stunden. Von der Bergstation der Blauspitz-Bergbahn (2.305 m) bei Kals am Großglockner führt ein schwerer, teils ausgesetzter Weg mit Drahtseilpassage über die Dürrenfeldscharte (2.823 m) ebenfalls in 3½ Stunden herauf. Der Übergang zum Kalser Tauernhaus dauert 4 Stunden. Über den Silesia-Höhenweg sind es 6 Stunden zum Berghotel Rudolfshütte.
Gut zu wissen:
Auf Initiative der Sektion Saaz bauten alle sudetendeutschen Sektionen die Hütte von 1927 bis 1929 gemeinsam. Eröffnet wurde sie am 21. Juli 1929. Seit 2018 wird die Sudetendeutsche Hütte per Helikopter versorgt, der Landeplatz grenzt nördlich direkt an die Hütte. Bewirtschaftet ist sie von Mitte Juni bis Mitte September. Gipfelziele sind Großer Muntanitz (3.232 m, 2½ Stunden) und Gradötz (3.063 m, 1½ Stunden).