DAV-Hütte im Kohlerboden an der Quelle der Isar
Auf 1.768 m liegt das Hallerangerhaus im Kohlerboden des Karwendels, am Fuß von Speckkarspitze und Kleinem Lafatscher. Zwischen Hinterautal-Vomper-Kette und Gleirsch-Halltal-Kette betreibt die Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Schutzhütte. Wenige Meter oberhalb der Hütte entspringt der Lafatscher Bach, der längste Quellbach der Isar. Nicht zu verwechseln ist sie mit der nahen Halleranger Alm (1.766 m).
Auf der fünftägigen Tour „Wandern auf dem Karwendel Höhenweg“ übernachten wir hier. Am Hallerangerhaus treffen der Karwendel Höhenweg, der Adlerweg und der Traumpfad von München nach Venedig zusammen. Gipfelziele sind die Sunntigerspitze (2.321 m, 1,5 Stunden), die Speckkarspitze (2.621 m, 2,5 Stunden), der Große Bettelwurf (2.726 m, 4,5 Stunden) und die Birkkarspitze (2.749 m, 6 Stunden).
Übernachten auf dem Hallerangerhaus
Die Hütte hat 73 Schlafplätze und Duschen. Als Winterraum dient ein unverschlossener, beheizbarer Raum im Nebengebäude, in den 1980er-Jahren aus dem alten Mulistall umgebaut.
Zustieg zum Hallerangerhaus
Von Scharnitz sind es auf dem leichten Hüttenweg durch das Hinterautal 5 Stunden zur Hütte. Bis zur Kastenalm geht es mit dem Mountainbike in 1 bis 1,5 Stunden, danach folgen eine sehr steile Rampe oder 1,25 bis 1,5 Stunden zu Fuß. Kürzer ist der Weg aus dem Halltal: Ab Sankt Magdalena führt er über das Lafatscher Joch in 2,5 Stunden hinauf. Über das Lafatscher Joch erreicht man auch die Bettelwurfhütte (2,5 Stunden) und die Pfeishütte (3 Stunden). Schwierig und sehr lang sind die Übergänge zum Karwendelhaus (8 bis 9 Stunden) und zur Lamsenjochhütte (10 Stunden).
Gut zu wissen:
Die erste Hütte von 1901 zerstörte 1914 eine Lawine. Oberhalb des alten Standorts, an einem lawinensicheren Platz, wurde im Sommer 1924 der Neubau eröffnet, 2017 kamen ein Anbau und eine Sonnenterrasse hinzu. Am Weg zur Sunntigerspitze erinnert ein Denkmal an Otto Melzer und Emil Spötl, die am 6. Oktober 1901 tödlich abstürzten.