Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Mainz

Kaunergrathütte

2.817m 🇦🇹
46.994, 10.807 Österreich
Betten: 63
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Plangeroß, Mandarfen

Höchstgelegene Hütte des Pitztales am Kaunergrat

Im Kaunergrat der Ötztaler Alpen, südlich der Verpeilspitze und nordöstlich der Watzespitze, dem Hauptgipfel des Kaunergrats, liegt auf 2.817 m die Kaunergrathütte. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Mainz des Deutschen Alpenvereins (DAV). Als höchstgelegene Hütte des Pitztales steht sie etwa 200 Meter unterhalb des Madatschjochs, eines Übergangs ins Kaunertal.

Auf der Tour „Wandern im Pitztal“ am Kaunergrat übernachten wir hier. Kurze Gipfeltouren führen von der Hütte auf den Plangeroßkopf (3.053 m, 1 Stunde) und die Parstleswand (3.091 m, 1½ Stunden). Kletterstellen haben die Routen auf die Verpeilspitze (3.425 m, 3 Stunden, Kletterschwierigkeit II+), über den Westgrat auf die Seekarlesschneid (3.208 m, 3 Stunden, II) und über den Ostgrat auf die Watzespitze (3.533 m, 5 Stunden, IV).

Übernachten auf der Kaunergrathütte

Die Hütte hat 63 Schlafplätze. Eine Materialseilbahn gibt es nicht. Ein Winterraum ist im Nebengebäude eingerichtet.

Zustieg zur Kaunergrathütte

Von Plangeroß sind es etwa 3½ Stunden zur Hütte. Von Mandarfen bringt eine Seilbahn Wanderer zum Rifflsee, dort beginnt der Cottbuser Höhenweg, über den es 3 bis 4 Stunden bis zur Hütte sind. Die längste Wanderung zur Kaunergrathütte beginnt in Trenkwald: Über die Neururer Alpe, den Mittelberglessee, auf den Saßen und über das Steinbockjoch am Südsporn der Parstleswand sind es ungefähr 5½ Stunden. Der Übergang zur Verpeilhütte über das Madatschjoch (3.020 m) dauert 3½ Stunden.

Gut zu wissen:

1903 errichtete die Akademische Sektion Graz des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie mehrfach aus- und umgebaut. Seit 2003 gehört sie der Sektion Mainz, die die grundlegende Sanierung fortführte.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.

Reisen mit Kaunergrathütte