Höchstgelegene Hütte des Pitztales am Kaunergrat
Im Kaunergrat der Ötztaler Alpen, südlich der Verpeilspitze und nordöstlich der Watzespitze, dem Hauptgipfel des Kaunergrats, liegt auf 2.817 m die Kaunergrathütte. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Mainz des Deutschen Alpenvereins (DAV). Als höchstgelegene Hütte des Pitztales steht sie etwa 200 Meter unterhalb des Madatschjochs, eines Übergangs ins Kaunertal.
Auf der Tour „Wandern im Pitztal“ am Kaunergrat übernachten wir hier. Kurze Gipfeltouren führen von der Hütte auf den Plangeroßkopf (3.053 m, 1 Stunde) und die Parstleswand (3.091 m, 1½ Stunden). Kletterstellen haben die Routen auf die Verpeilspitze (3.425 m, 3 Stunden, Kletterschwierigkeit II+), über den Westgrat auf die Seekarlesschneid (3.208 m, 3 Stunden, II) und über den Ostgrat auf die Watzespitze (3.533 m, 5 Stunden, IV).
Übernachten auf der Kaunergrathütte
Die Hütte hat 63 Schlafplätze. Eine Materialseilbahn gibt es nicht. Ein Winterraum ist im Nebengebäude eingerichtet.
Zustieg zur Kaunergrathütte
Von Plangeroß sind es etwa 3½ Stunden zur Hütte. Von Mandarfen bringt eine Seilbahn Wanderer zum Rifflsee, dort beginnt der Cottbuser Höhenweg, über den es 3 bis 4 Stunden bis zur Hütte sind. Die längste Wanderung zur Kaunergrathütte beginnt in Trenkwald: Über die Neururer Alpe, den Mittelberglessee, auf den Saßen und über das Steinbockjoch am Südsporn der Parstleswand sind es ungefähr 5½ Stunden. Der Übergang zur Verpeilhütte über das Madatschjoch (3.020 m) dauert 3½ Stunden.
Gut zu wissen:
1903 errichtete die Akademische Sektion Graz des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie mehrfach aus- und umgebaut. Seit 2003 gehört sie der Sektion Mainz, die die grundlegende Sanierung fortführte.