SAC-Hütte unterhalb des Silvrettagletschers
Die Sektion St. Gallen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) betreibt die Silvretta Hütte auf 2.341 m in der Silvretta. Ihre zwei Gebäude stehen unterhalb des Silvrettagletschers und blicken hinaus ins Prättigau. Die Hütte liegt auf Schweizer Boden, rund 1½ km von der österreichischen Grenze entfernt.
Rund 100 Tourenmöglichkeiten und Gipfelziele erreicht man von hier, darunter den Piz Buin (3.312 m) und das Verstanclahorn (3.298 m). Direkt bei der Hütte gibt es einen Klettergarten. Ab der Hütte führt außerdem der Silvretta Gletscherlehrpfad mit 15 Informationstafeln etwas über vier Kilometer weit. Ein Teil des Pfads geht über eine Blockhalde und verlangt festes Schuhwerk.
Übernachten auf der Silvretta Hütte
Die Hütte hat 69 Schlafplätze, davon 12 im Winterraum. Für den Winterraum ist eine Reservation zwingend. Bewirtschaftet ist sie von Mitte Juni bis Mitte Oktober sowie von Mitte Februar bis Anfang Mai. Den Strom erzeugt eine eigene Wasserturbine, und eine Filter- und Sprudelanlage stellt die Getränke selbst her. In der getäferten Arvenholz-Stube stehen handgeschnitzte Lehnsessel aus dem Jahr 1916.
Zustieg zur Silvretta Hütte
Talort ist Klosters. Von Klosters-Monbiel durch das Vereinatal sind es 4½ Stunden zur Hütte. Ab der Bielerhöhe führt der Weg über das Klostertal und die Rote Furka in 3½ Stunden herauf, von der Alp Sardasca in rund 2 Stunden. Den Silvrettagletscher überquert man wegen Spaltengefahr nur angeseilt. Übergänge verbinden die Hütte mit der Chamanna Tuoi, der Fergenhütte, der Jamtalhütte, der Saarbrücker Hütte, der Seetalhütte, der Tübinger Hütte und der Wiesbadener Hütte.
Gut zu wissen:
Die erste Silvrettahütte entstand 1865. Im Jahr 1887 übernahm die Sektion Davos sie von der Sektion Rätia. Wegen des schlechten Baugrunds auf der Moräne wurde sie 1890 neu errichtet. Daneben baute das Hotel Silvretta in Klosters ab 1904 ein Berghaus als hoteleigenes «Höhenlager», das im Juli 1907 eingeweiht wurde. Im Jahr 1910 gingen beide Gebäude an die Sektion St. Gallen über.