Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV

Tübinger Hütte

2.193m 🇦🇹
46.912, 10.003 Österreich
Betten: 122
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Gaschurn

Schutzhütte im Talschluss des Garneratals

In der Silvretta, im Talschluss des hinteren Garneratals bei Gaschurn im Montafon, liegt auf 2.193 m die Tübinger Hütte. Die Schutzhütte der Kategorie I gehört der Sektion Tübingen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie gilt als „ein Stück Neckar-Alb im Montafon“.

Auf der Bergwanderung „Vom Rätikon ins Verwall“ durch das Montafon übernachten wir hier. Von der Hütte führen Wege zum Großen Seehorn (3.121 m) und zum Großlitzner (3.109 m).

Übernachten auf der Tübinger Hütte

Die Tübinger Hütte hat 122 Schlafplätze, einen Trockenraum und einen Selbstversorgerraum. Bei der Renovierung ab 2017 wurden die Sanitäranlagen erneuert, es gibt Duschen mit Warmwasser. Der Winterraum mit 12 Schlafplätzen steht ganzjährig zur Verfügung und wurde 2022 erneuert.

Zustieg zur Tübinger Hütte

Vom Parkplatz nach der Talstation der Versettlabahn in Gaschurn sind es durch das Garneratal 4 bis 5 Stunden und 1.211 Hm zur Hütte. Bis zum Maiensäß Ganeu (1.400 m, 75 Minuten) geht es durch die Garneraschlucht im Fenggatobel oder über das Fahrsträßchen. Über die Garneraalp und den Inneren Stafel (1.807 m) erreicht man den Hohlen Stein (1.890 m). Ab dort führt der Sommerweg steiler über die östliche Talseite hinauf. Bequemer ist der Weg über den Garnerabach zur Talstation der Materialseilbahn und auf markiertem Weg zur Hütte.

Gut zu wissen:

Am 19. August 1908 wurde die Hütte eingeweiht, damals für 50 Personen. Staublawinen beschädigten sie 1910 und 1928 schwer, seither schützen Lawinenanker und eine Lawinenschutzmauer. In beiden Weltkriegen war sie Stützpunkt für militärische Grenzwachen und Zollbehörden. Bis 1954 betreute sie der Österreichische Alpenverein, 1956 kam sie an die Sektion Tübingen zurück. Für deren alpine Ausbildung gibt es einen Übungsklettersteig und Boulder an den Felsblöcken um die Hütte.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Ochsentaler Gletscher

Der Ochsentaler Gletscher liegt am nördlichen Fuße des Piz Buin im gleichnamigen Ochsental der Silvretta. Der spaltenreiche Gletscher dient als traditioneller Anstiegsweg zum höchsten Gipfel Vorarlbergs. Seit Messbeginn ist er um 912 Meter zurückgegangen.

Gletscher

Jamtalferner

Der Jamtalferner liegt am Talschluss des Jamtales in der Silvretta und erstreckt sich über 3,31 km². Der Gletscher reicht von 3.160 m bis 2.430 m Höhe. Seine Grenze zur Schweiz verläuft an den Nährgebieten am Jamjoch.

Gipfel 3.312 m

Piz Buin

Der Piz Buin erhebt sich mit 3.312 m als höchster Berg Vorarlbergs an der österreichisch-schweizerischen Grenze in der Silvretta. Der dritthöchste Gipfel der Gebirgsgruppe bietet einen klassischen Normalweg über die Buinlücke. Die Erstbesteigung gelang 1865 durch Josef Anton Specht und Johann Jakob Weilenmann.

Gipfel 3.197 m

Dreiländerspitze

Die Dreiländerspitze erhebt sich auf 3.197 m an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Der markante Gipfel liegt im Dreiländereck von Vorarlberg, Tirol und Graubünden. Über alle Flanken führen Normalwege mit leichter Kletterei.

Gipfel 3.153 m

Hintere Jamspitze

Die Hintere Jamspitze erhebt sich auf 3.153 m über dem Jamtalferner in der Silvretta. Der Normalweg führt über Gletschergelände und Geröll zum Gipfel. Beliebtes Ziel für Skitouren und Hochtouren von der Jamtalhütte.

Sattel 3.052 m

Buinlücke

Die Buinlücke liegt auf 3.052 m zwischen dem Ochsentaler und Vermuntgletscher in der Silvretta. Der Pass bildet den strategischen Übergang zum Piz Buin und dient als Skidepot für dessen Besteigung. Von hier führt der technische Aufstieg über Felsen und Geröll zum Gipfel.

Sattel

Jamjoch

Das Jamjoch liegt am Jamtalferner zwischen der Vorderen und Hinteren Jamspitze. Der Pass verbindet das österreichische Jamtal mit dem schweizerischen Val Tuoi. Als wichtiger Übergang ermöglicht er den Zugang zu beiden Dreitausendern.

Sattel 2.037 m

Bielerhöhe

Die Bielerhöhe verbindet auf 2.037 m das Vorarlberger Montafon mit dem Tiroler Paznaun. Der Pass liegt an der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau direkt am Silvretta-Stausee. Die Silvretta-Hochalpenstraße erreicht hier ihren höchsten anfahrbaren Punkt.

Gletscher

Vermuntgletscher

Der Vermuntgletscher liegt in der Silvretta zwischen Dreiländerspitze und Wiesbadener Hütte. Er dient als klassische Abstiegsroute bei Ski- und Hochtouren. Die Gletscherabfahrt führt direkt zur Wiesbadener Hütte auf 2.443 m.

Sonstige

Ischgl

Ischgl liegt auf 1.377 m im Paznaun zwischen Silvretta und Verwall. Der ehemalige Bergbauernort entwickelte sich zum international bekannten Skizentrum mit der Silvretta Arena. Die Gemeinde dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Heidelberger Hütte und in die umliegenden Gipfelregionen.

Sonstige

Galtür

Galtür liegt auf 1.584 m im hinteren Paznaun zwischen Silvretta und Verwallgruppe. Der Bergsteiger- und Skitourenort gilt als Tor zur Silvretta mit Zugang zur Jamtalhütte. Seit 1997 ist Galtür offiziell anerkannter Luftkurort Tirols.

Gipfel 3.244 m

Silvrettahorn

Das Silvrettahorn erhebt sich auf 3.244 m an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Der vergletscherte Gipfel der Silvrettagruppe wurde 1865 von Jules Jacot erstbestiegen. Vom Gipfel reicht die Aussicht bis zum Monte Rosa und den Berner Alpen.

Reisen mit Tübinger Hütte