DAV-Schutzhütte zwischen Montafon und Paznaun
Die Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt die Neue Heilbronner Hütte in Österreich. Auf einer Höhe von 2.320 m gehört die Schutzhütte zu den höchsten Hütten der Verwallgruppe. Sie liegt am Übergang zwischen Montafon und Paznaun, direkt am Zentralalpenweg. Gipfelziele ab der Hütte sind der Patteriol (3.056 m) und die Gaisspitze (2.779 m).
Auf der „Verwallrunde“ und auf der Wanderung „Vom Rätikon ins Verwall“ im Montafon übernachten wir hier.
Übernachten auf der Neuen Heilbronner Hütte
Die Neue Heilbronner Hütte hat 114 Schlafplätze, dazu Sauna, Kneippbecken und Trockenräume. Geöffnet ist sie in der Regel von Mitte Juni bis Anfang Oktober. Außerhalb der Sommersaison dient die 1996 errichtete Peter-Käß-Hütte als Winterraum, ein unbewirtschaftetes Selbstversorgerhaus mit 28 Plätzen.
Zustieg zur Neuen Heilbronner Hütte
Vom Zeinisjoch am Kops-Stausee (1.820 m) sind es 2,5 Stunden und 500 Hm zur Hütte. Zur Hütte führt außerdem ein Fahrweg. Übergänge führen zur Friedrichshafener Hütte in etwa 3 Stunden, zur Konstanzer Hütte und zur Neuen Reutlinger Hütte in jeweils etwa 5 Stunden. Für den Übergang zur Wormser Hütte braucht man etwa 10 Stunden.
Gut zu wissen:
Vorgängerin war die Alte Heilbronner Hütte, 1910 am Tascheljöchl in Südtirol errichtet und 1919 an Italien gefallen. Für den Neubau empfahl der Hauptausschuss des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1926 das Verbellner Winterjöchli am Scheidsee. Nach Plänen von Richard Scheffler entstand die Neue Heilbronner Hütte für 81.400 Reichsmark und wurde am 1. Juli 1928 eingeweiht. 1943 beschlagnahmte die Heeresverwaltung die Hütte. Ab 1946 betreute sie die Sektion Vorarlberg des Österreichischen Alpenvereins, 1958 erhielt die Sektion Heilbronn sie zurück. Erweitert wurde sie 1961, 1976, 2003 und 2010/11.
Mountainbiker übernachten hier auf der Joe-Route (seit 1995) und der Albrecht-Route (seit 2004) über die Alpen.