DAV-Hütte in der Verwallgruppe am Rand eines Hochmoores
In der Verwallgruppe, wo Pfluntal, Schönverwalltal und Fasultal zusammentreffen, liegt auf 1.688 m die Konstanzer Hütte. Betrieben wird sie von der Sektion Konstanz des Deutschen Alpenvereins (DAV). Die Schutzhütte gehört zur Gemeinde St. Anton am Arlberg in Tirol, rund 4 km östlich der Landesgrenze zu Vorarlberg. Sie liegt am Rand eines kleinen Hochmoores, das zu den höchstgelegenen Mooren Österreichs zählt.
Auf der „Verwallrunde“, einer sechstägigen Bergwanderung, übernachten wir hier. Ab der Hütte erreicht man die Kuchenspitze (3.148 m) in 5½ Stunden und den Scheibler (2.978 m) in 4,5 Stunden. Auf den Patteriol (3.056 m) führt durch die Südwand eine Klettertour im II. Grad, die 5 Stunden dauert.
Übernachten auf der Konstanzer Hütte
Die Hütte hat 67 Schlafplätze, der Winterraum weitere 14 Plätze. Ihre Energie bezieht sie aus einem eigenen Kraftwerk.
Zustieg zur Konstanzer Hütte
Von St. Anton am Arlberg führt der Hauptzustieg durch die Rosannaschlucht in 2½ Stunden und 430 Hm zur Hütte. Ab der Wanderbushaltestelle Salzhüttle sind es 1¼ Stunden, vom Hotel Moserkreuz 3 Stunden.
Zur Heilbronner Hütte (2.320 m) braucht man durch das Schönverwalltal 4 Stunden, über das Wannenjoch auf dem Bruckmannweg 6 Stunden. Zur Darmstädter Hütte (2.348 m) geht es auf dem Apothekerweg über das Kuchenjoch in etwa 4½ Stunden. Im Abstieg vom Joch ist ein Teilstück seilversichert. Weitere Übergänge gibt es zur Friedrichshafener Hütte über das Schafbicheljoch (4½ Stunden) und zur Neuen Reutlinger Hütte über das Gafluna Winterjöchl (3½ bis 4 Stunden). Die Kaltenberghütte ist über das Gstansjöchl in 6 bis 6½ Stunden erreichbar, die Wormser Hütte über das Silbertaler Winterjöchl in 8 bis 8½ Stunden.
Gut zu wissen:
Die erste Hütte wurde 1885 eröffnet und stand auf 1.708 m an der Nordostseite des Fasultales. Nach Zerstörung durch Erdrutsche wurde sie 1988 aufgegeben und abgetragen. 1989/1990 entstand die heutige Hütte an anderer Stelle, rund 700 m vom alten Standort entfernt.