Bergsteigerschule Zugspitze
Burg/Schloss

Königliches Schloss Berchtesgaden

🇩🇪
47.633, 13.004 Deutschland
Berchtesgadener Alpen
Highlight:
Das Königliche Schloss Berchtesgaden ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift aus dem Jahr 1102 im Zentrum von Berchtesgaden. Das Ensemble diente jahrhundertelang als Residenz der Fürstpropstei Berchtesgaden und später als Sommersitz der bayerischen Könige. Heute beherbergt es ein Museum mit historischen Möbeln und Kunstwerken aus verschiedenen Epochen.

Ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift

Die Anfänge des Schlosses reichen auf Gräfin Irmingard von Sulzbach zurück, die 1101 die Gründung eines Augustiner-Chorherrenstifts veranlasste. Unter Propst Eberwin entstand 1122 die Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer. In den folgenden Jahrhunderten wuchsen die Klostergebäude kontinuierlich: romanischer Kreuzgang um 1180, gotische Halle, Renaissance-Säle um 1500 und der barocke Südflügel 1725.

Nach der Säkularisation 1803 wurde das Schloss 1818 als Sommersitz für König Maximilian I. eingerichtet. Später nutzten auch Ludwig I., Maximilian II. und Prinzregent Luitpold das ehemalige Stift. Von 1922 bis 1933 bewohnte Kronprinz Rupprecht von Bayern mit seiner Familie das Schloss und machte Teile davon erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Das Schlossmuseum zeigt heute 30 von 214 Räumen mit originalen Möbeln, Tapisserien und Gemälden sowie drei Rüstkammern mit historischen Jagdwaffen.

Gut zu wissen:

Der berühmte Liedertisch von 1591 zeigt neben einer sechsstimmigen Motette von Palestrina einen immerwährenden Kalender und das von Städtewappen umrahmte Wappen der Wittelsbacher – alles in Steinätztechnik auf Solnhofener Stein gefertigt.

Bekannte Ziele in den Berchtesgadener Alpen

See 603 m

Königssee

Der Königssee liegt auf 603 m zwischen den steilen Wänden von Watzmann und Hagengebirge. Der fjordartige See ist mit 190 m Tiefe einer der saubersten Deutschlands. Mit der Elektrobootfahrt nach St. Bartholomä ist er Ausgangspunkt für Touren ins Steinerne Meer.

Gipfel 2.275 m

Schneibstein

Der Schneibstein erhebt sich auf 2.275 m im Hagengebirge an der deutsch-österreichischen Grenze. Als leichtester Zweitausender der Berchtesgadener Alpen bietet er einen mittelschweren Bergweg zum Gipfel. Der markante Aussichtsberg gilt als beliebtes Ziel für Ski- und Wandertouren.

Gipfel 2.713 m

Watzmann-Mittelspitze

Die Watzmann-Mittelspitze erreicht 2.713 m und bildet den höchsten Punkt im deutschen Teil der Berchtesgadener Alpen. Der markante Gipfel erhebt sich über der berühmten Watzmann-Ostwand, der höchsten Felswand der Ostalpen. Als Teil des Watzmanngrates verbindet er Hocheck und Südspitze zur klassischen Überschreitung.

Stadt 572 m

Berchtesgaden

Berchtesgaden (572 m) liegt im Talkessel der gleichnamigen Alpen und bildet das strategische Basecamp für Watzmann, Hochkönig und Steinernes Meer. Der historische Markt ist Ausgangspunkt für Klettersteige, Hochtouren und alpine Wanderungen.

See 1.601 m

Funtensee

Der Funtensee liegt auf 1.601 m in einer Karstsenke des Steinernen Meeres. Der abflusslose Bergsee ist bekannt für extreme Kälteereignisse und gilt als kältester Ort Deutschlands. Das nahegelegene Kärlingerhaus dient als Stützpunkt für Wanderungen durch das Steinerne Meer.

Dorf 630 m

Schönau am Königssee

Schönau am Königssee liegt auf 630 m am nördlichen Ufer des fjordartigen Königssees. Der Ort ist wichtigster Ausgangspunkt für Touren in die Berchtesgadener Alpen und zum Watzmann. Die Gemeinde umfasst auch die berühmte Wallfahrtskirche St. Bartholomä.

Kirche

St. Bartholomä

Die barocke Wallfahrtskirche liegt auf der Halbinsel Hirschau am Westufer des Königssees. Mit ihren zwei Zwiebeltürmen und roten Kuppeldächern gleicht ihr Grundriss dem Salzburger Dom. Die 1134 geweihte Kirche ist Ziel der ältesten Gebirgswallfahrt Europas.

Gipfel 1.874 m

Jenner

Der Jenner erhebt sich auf 1.874 m als seilbahnerschlossener Gipfel des Göllstocks in den Berchtesgadener Alpen. Die Jennerbahn führt von Schönau am Königssee zur Bergstation auf 1.800 m. Vom Gipfel reicht der Blick über den Watzmann und 1.200 m tiefer zum Königssee.

Gipfel 1.304 m

Grünstein

Der Grünstein erhebt sich auf 1.304 m nordöstlich des Watzmannstocks in den Berchtesgadener Alpen. Der Berg bietet mehrere Klettersteige unterschiedlicher Schwierigkeit, darunter den Isidor-Klettersteig im Grad C und schwierigere Varianten bis Grad D/E. Vom Gipfel reicht der Blick über den Berchtesgadener Talkessel bis zu Göll, Untersberg und Lattengebirge.

See 789 m

Hintersee

Der Hintersee liegt auf 789 m in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden. Ein Felssturz aus dem Hochkaltermassiv staute vor 3.500 Jahren den Klausbach und schuf gleichzeitig den Zauberwald. Das 16,4 Hektar große Gewässer erreicht eine maximale Tiefe von 18 Metern.

Dorf 615 m

Bischofswiesen

Bischofswiesen liegt auf 615 m im Berchtesgadener Talkessel. Die Gemeinde dient als strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Watzmann und in den Nationalpark Berchtesgaden. Der Bahnhof verbindet das Dorf mit Bad Reichenhall und dem Königssee.

Sattel 2.117 m

Dießbachscharte

Die Dießbachscharte liegt auf 2.117 m im Steinernen Meer an der deutsch-österreichischen Grenze. Die Scharte bildet den Standort des Ingolstädter Hauses mit 360-Grad-Panorama. Der Pass verbindet das Steinerne Meer mit dem Hochkönigstock.

Berghütten in den Berchtesgadener Alpen

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