DAV-Hütte am Funtensee im Steinernen Meer
Auf 1.631 m liegt das Kärlingerhaus der Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins (DAV), auch Funtenseehaus genannt. Die Hütte am Funtensee steht in einer Karsthochfläche des Steinernen Meers, im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich und in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden. Unterhalb der Hütte wurde am 24. Dezember 2001 mit −45,9 Grad Celsius die tiefste in Deutschland gemessene Temperatur registriert.
Auf Alpenüberquerungen, Bergwanderungen und Skidurchquerungen übernachten wir hier, darunter auf der „Alpenüberquerung vom Watzmann am Königssee zu den Drei Zinnen“ und der „Großen Reibn“. Rund um den See liegen die Gipfelziele: Der Feldkogel (1.886 m) ist in 1 Stunde erreicht, die Schönfeldspitze (2.654 m) in 4 Stunden.
Übernachten auf dem Kärlingerhaus
Die Hütte hat 200 Schlafplätze. Im Winterraum finden bis zu 20 Personen Platz, den Schlüssel gibt es nur im DAV-Büro Berchtesgaden. Zufahrtswege existieren nicht, einmal pro Woche bringt ein Hubschrauber die Versorgung herauf.
Zustieg zum Kärlingerhaus
Die Wanderung zum Kärlingerhaus von St. Bartholomä am Königssee (605 m) ist der Hauptzustieg. Nach St. Bartholomä geht es mit dem Boot oder über den Rinnkendlsteig. Zur Saison fahren die Boote alle 20 bis 30 Minuten. Von dort führt der leichte Weg durch das Schrainbachtal, die Saugasse und über den Oberlahner in 4 Stunden zur Hütte.
Von der Saletalm über den Sagerecksteig sind es 4,5 Stunden, von der Wimbachbrücke in Ramsau durch das Wimbachtal 6,5 Stunden. Ab Maria Alm führt der Weg über das Riemannhaus in 5,5 Stunden herauf. Übergänge verbinden die Hütte in 2,5 Stunden mit dem Riemannhaus und dem Ingolstädter Haus. Zur Wasseralm über das Stuhljoch dauert es 6 Stunden, mit Kletterstellen im Grad II nach UIAA.
Gut zu wissen:
1879 entstand wenige Meter oberhalb der heutigen Stelle die erste Funtensee-Hütte der 1875 gegründeten Sektion Berchtesgaden. Ende November 1904 war das heutige zweistöckige Schlafhaus äußerlich fertig, 1910 erhielt die Hütte den Namen des Sektionsvorsitzenden Kajetan Kärlinger. Seit Herbst 2024 wird sie drei Jahre lang umfassend saniert.