Stützpunkt zwischen Watzmann und Hochkalter
Auf 1.327 m, im Wimbachgries zwischen Watzmann, Großem Hundstod und Hochkalter, liegt die Wimbachgrieshütte. Betrieben wird die Hütte von den NaturFreunden Deutschlands, Bezirk München. Das Wimbachgries ist der hintere Teil des Wimbachtals im Nationalpark Berchtesgaden. Es ist ein Schuttstrom, der bis zu 300 m stark ist und die Gebirgsstöcke der Berchtesgadener Alpen voneinander trennt.
Die Wimbachgrieshütte ist der Endpunkt der Watzmannüberschreitung: Vom Watzmannhaus führt der Weg über die Südspitze (2.713 m, I–II nach UIAA) hierher. Auf der „Watzmanntour“ übernachten wir hier. Die Watzmannumrundung führt an der Hütte vorbei.
Übernachten auf der Wimbachgrieshütte
Die Hütte hat 60 Schlafplätze. Die Küche serviert regionale Spezialitäten, vor der Hütte gibt es einen großen Biergarten. Einen Winterraum gibt es nicht.
Zustieg zur Wimbachgrieshütte
Von der Wimbachbrücke (630 m) bei Ramsau sind es auf leichtem Weg durch das Wimbachtal etwa 2½ Stunden zur Hütte. Von Sankt Bartholomä (605 m), das per Boot erreichbar ist, geht es auf mittelschwerem Weg über das Schrainbachtal, die Sigeretplatte und den Trischübelpass (1.770 m) in 4 Stunden herauf.
Zur Blaueishütte dauert der Übergang über die Hochalmscharte 6 Stunden. Zum Ingolstädter Haus sind es über das Hundstodgatterl 4 Stunden, zum Kärlingerhaus über den Funtensattel ebenfalls 4 Stunden. Der Große Hundstod (2.594 m, II nach UIAA) ist in 4½ Stunden zu erreichen.
Gut zu wissen:
An dieser Stelle stand laut Dachfirstbalken seit 1546 die Windachhütte, ursprünglich eine Schäferhütte. Im Jahr 1919 pachteten die Münchner Naturfreunde die Liegenschaft. Nach dem Neubau von 1922 bis 1924 wurde die Hütte am 8. Juni 1924 eröffnet. Beim Ausbau 2001 kamen Solaranlagen, ein Blockheizkraftwerk und eine Kläranlage dazu.