Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Oberstdorf

Fiderepass-Hütte

2.070m 🇩🇪
47.316, 10.212 Deutschland
Betten: 120
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Mittelberg, Faistenoy, Riezlern

Grenzhütte am Pass zwischen Kleinwalsertal und Rappenalptal

Zwischen Hammerspitze und Schafalpenköpfen in den Allgäuer Alpen liegt auf 2.070 m die Fiderepass-Hütte der Sektion Oberstdorf des Deutschen Alpenvereins (DAV). Der Pass verbindet das Kleinwalsertal mit dem Rappenalptal. Genau hier verläuft die deutsch-österreichische Grenze direkt über die Terrasse der Schutzhütte, die oft auch Fiderepasshütte geschrieben wird.

Vor dem „Mindelheimer Klettersteig“ und auf der „Steinbocktour“ durch die Allgäuer Alpen übernachten wir hier. Auf die Oberstdorfer Hammerspitze (2.260 m) ist es 1 Stunde, auf die Walser Hammerspitze (2.170 m) 1½ Stunden und auf die Schafalpenköpfe (2.320 m) 2 bis 3 Stunden.

Übernachten auf der Fiderepass-Hütte

Die Hütte hat 120 Schlafplätze, 36 davon kamen 2013 dazu. Seit 2008 gehört eine Panoramastube zur Hütte. In der Bergstation der Materialseilbahn liegt der Winterraum für Selbstversorger. Gebucht wird er über Hütten Holiday. Geöffnet wird er mit einem Zugangscode. Der Alpenvereinsschlüssel funktioniert dort nicht mehr.

Zustieg zur Fiderepass-Hütte

Von Mittelberg (1.218 m) sind es 3 Stunden zur Hütte. Ab Faistenoy, an der Talstation der Fellhornbahn, führt der Weg durch das Warmatsgundtal in 3½ Stunden hinauf. Von Riezlern bringt die Kanzelwandbahn zur Bergstation (1.985 m). Über Roßgundalpe, Walser Hammerspitze und Kühgundalpe sind es von dort 2½ Stunden, über den Gipfel der Kanzelwand (2.059 m) 3 Stunden. Ab der Bergstation der Söllereckbahn (1.400 m) bei Oberstdorf dauert der Höhenweg 5½ Stunden.

Zur Mindelheimer Hütte geht es über den Krumbacher Höhenweg in 3 Stunden oder über den Mindelheimer Klettersteig in 3 bis 5 Stunden. Der Übergang zum Holzgauer Haus dauert 5 Stunden, zur Rappenseehütte 7 Stunden.

Gut zu wissen:

Biwakieren auf dem Pass brachte den Bergführer Anderl Heckmair 1935 auf die Idee zu einer Hütte. 1938 baute die Ordensburg Sonthofen hier eine kleine Hütte mit zwei Räumen, benannt nach Hermann Schertel. Seit 1947 gehört sie der Sektion Oberstdorf. Mit der Erweiterung von 1972 bis 1974 entstand die heutige Hütte. Statt Maultieren versorgt sie seit 1956 eine Materialseilbahn, die 1986 neu gebaut wurde. Nachdem die Kläranlage von 1992 nach dem ersten Winter außer Betrieb ging, führt seit 2002 eine fünf Kilometer lange Abwasserleitung zur Alpe Schlappoldhöfle.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Stadt 813 m

Oberstdorf

Oberstdorf liegt auf 813 m im bayerischen Oberallgäu und ist Deutschlands südlichste Gemeinde. Der Ort bildet den klassischen Startpunkt für die E5 Alpenüberquerung nach Meran. Von hier führen Hochtäler in die Allgäuer Alpen mit Gipfeln über 2.600 m.

Gipfel 1.834 m

Hochgrat

Der Hochgrat erhebt sich auf 1.834 m als höchste Erhebung der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen. Mit seiner Prominenz von 731 m dominiert er das gesamte Allgäuer Voralpenland. Von seinem Gipfel reicht die Fernsicht über den Bodensee bis zum Ulmer Münster.

Dorf 852 m

Schoppernau

Schoppernau liegt auf 852 m im österreichischen Bregenzerwald in Vorarlberg. Der Ort dient als strategischer Ausgangspunkt für Skitouren und Schneeschuhwanderungen in die umliegenden Allgäuer Alpen. Das nahegelegene Neuhornbachhaus auf 1.700 m fungiert als alpine Schutzhütte.

Gipfel 2.368 m

Muttlerkopf

Der Muttlerkopf erhebt sich auf 2.368 m in den Allgäuer Alpen an der deutsch-österreichischen Grenze. Der Gipfel liegt nur eine Gehstunde von der Kemptner Hütte entfernt und bietet sich als optionale Besteigung an.

See 2.047 m

Rappensee

Der Rappensee liegt auf 2.047 m in einer Karmulde des Zentralen Hauptkamms der Allgäuer Alpen. Mit 2,3 Hektar und acht Metern Tiefe ist er der südlichste See Deutschlands. An warmen Tagen bietet er Badegelegenheit für Bergwanderer.

Sattel 2.200 m

Fiderescharte

Die Fiderescharte liegt auf 2.200 m zwischen Fiderepass-Hütte und Mindelheimer Hütte in den Lechtaler Alpen. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang am Krumbacher Höhenweg und dient als Einstieg zum Mindelheimer Klettersteig.

Dorf

Steibis

Steibis liegt auf 860 m Höhe zwischen Weissachtal und Hochgratkette. Der Ortsteil von Oberstaufen ist zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen und Skitouren in der Nagelfluhkette. Die Imbergbahn und Hochgratbahn erschließen das alpine Gelände direkt vom Ort.

Dorf

Weißach

Weißach liegt im Weißachtal, circa einen Kilometer südwestlich von Oberstaufen. Der Ort war historisch geprägt von Flößerei und Mühlen. Die Sebastians- und Rochuskapelle entstand 1629 nach einem Pestgelübde der Grafen von Königsegg-Rothenfels.

Sattel 2.504 m

Bockkarscharte

Die Bockkarscharte liegt auf 2.504 m am Allgäuer Hauptkamm. Der alpine Pass bildet das Herzstück des Heilbronner Höhenwegs zwischen Rappensee und Waltenbergerhaus. In den schroffen Felsformationen der Scharte leben Steinböcke.

Gipfel 1.968 m

Falzer Kopf

Der Falzer Kopf erhebt sich auf 1.968 m in den nordwestlichen Walsertaler Bergen bei Schoppernau. Der Berg liegt strategisch zwischen Diedamskopf und Kreuzmandl am Hauptkamm. Vom nahegelegenen Neuhornbachhaus führt der Normalweg über das Neuhornbachjoch zum Gipfel.

Dorf 1.244 m

Baad

Baad liegt auf 1.244 m am Ende des Kleinwalsertals in Vorarlberg. Der Ort bildet den Ausgangspunkt für Skitouren und Wanderungen in die Allgäuer Alpen. Von hier teilt sich das Tal in drei alpine Seitentäler.

Sattel 1.974 m

Mädelejoch

Das Mädelejoch liegt auf 1.974 m an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Bayern und Tirol. Der Pass verbindet die Allgäuer Alpen im Norden mit dem Lechtal im Süden. Ein historischer Grenzstein von 1844 markiert den Übergang.

Reisen mit Fiderepass-Hütte