Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Mindelheim

Mindelheimer Hütte

2.013m 🇩🇪
47.292, 10.195 Deutschland
Betten: 120
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Oberstdorf, Riezlern

DAV-Hütte auf 2.013 m am Mindelheimer Klettersteig

Die Sektion Mindelheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt die Mindelheimer Hütte auf 2.013 m in den Allgäuer Alpen. Sie liegt im Gebiet der Schafalpenköpfe, zwischen dem Wildental im Kleinwalsertal und dem Rappenalptal. Auf der Großen Durchquerung der Allgäuer Alpen, der „Steinbocktour“, ist die Hütte Station zwischen Fiderepasshütte und Rappenseehütte. Mehr als 9.000 Übernachtungen zählt sie im Jahr.

In Hüttennähe liegt der Mindelheimer Klettersteig mit Schwierigkeit C. Auf Weg 444 sind es knapp zwei Stunden zum Geißhorn (2.366 m).

Übernachten auf der Mindelheimer Hütte

Die Mindelheimer Hütte hat 120 Schlafplätze. Die Versorgung kommt mit einer Materialseilbahn aus dem Rappenalptal herauf. Strom liefert eine Photovoltaikanlage, das Abwasser reinigt eine vollbiologische Kläranlage. Der frühere Winterraum im Nebengebäude wurde zurückgebaut, außerhalb der Saison bleibt nur ein offener Schutzraum mit vier Notlagern (Stand 2024).

Zustieg zur Mindelheimer Hütte

Von Mittelberg (1.215 m) im Kleinwalsertal sind es etwa drei Stunden auf Weg 441 durch das Wildental. Über die Hintere Wildenalpe führt der Weg zur Kemptner Scharte (2.103 m), teils mit Drahtseilen versichert, und dann hinab zur Hütte. Ab Lechleiten führt Weg 445 über den Schrofenpass in knapp drei Stunden herauf. Von der Gipfelstation der Fellhornbahn sind es über den Krumbacher Höhenweg ungefähr vier Stunden. Der Übergang zur Fiderepasshütte über die Fiderescharte dauert 2½ Stunden, der zur Rappenseehütte 4½ Stunden.

Gut zu wissen:

Am 29. August 1920 eröffnete die Sektion eine erste Nothütte mit 24 Schlafplätzen. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten französische Truppen die Hütte. In den 1950er Jahren folgte ein Neubau mit 70 Schlafplätzen. 1997 erhielt die Hütte als eine der ersten das Umweltgütesiegel des Alpenvereins, das später wieder aberkannt wurde. Geöffnet ist je nach Witterung und Schneelage von Anfang Juni bis Anfang Oktober.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Stadt 813 m

Oberstdorf

Oberstdorf liegt auf 813 m im bayerischen Oberallgäu und ist Deutschlands südlichste Gemeinde. Der Ort bildet den klassischen Startpunkt für die E5 Alpenüberquerung nach Meran. Von hier führen Hochtäler in die Allgäuer Alpen mit Gipfeln über 2.600 m.

Gipfel 1.834 m

Hochgrat

Der Hochgrat erhebt sich auf 1.834 m als höchste Erhebung der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen. Mit seiner Prominenz von 731 m dominiert er das gesamte Allgäuer Voralpenland. Von seinem Gipfel reicht die Fernsicht über den Bodensee bis zum Ulmer Münster.

Dorf 852 m

Schoppernau

Schoppernau liegt auf 852 m im österreichischen Bregenzerwald in Vorarlberg. Der Ort dient als strategischer Ausgangspunkt für Skitouren und Schneeschuhwanderungen in die umliegenden Allgäuer Alpen. Das nahegelegene Neuhornbachhaus auf 1.700 m fungiert als alpine Schutzhütte.

Gipfel 2.368 m

Muttlerkopf

Der Muttlerkopf erhebt sich auf 2.368 m in den Allgäuer Alpen an der deutsch-österreichischen Grenze. Der Gipfel liegt nur eine Gehstunde von der Kemptner Hütte entfernt und bietet sich als optionale Besteigung an.

See 2.047 m

Rappensee

Der Rappensee liegt auf 2.047 m in einer Karmulde des Zentralen Hauptkamms der Allgäuer Alpen. Mit 2,3 Hektar und acht Metern Tiefe ist er der südlichste See Deutschlands. An warmen Tagen bietet er Badegelegenheit für Bergwanderer.

Sattel 2.200 m

Fiderescharte

Die Fiderescharte liegt auf 2.200 m zwischen Fiderepass-Hütte und Mindelheimer Hütte in den Lechtaler Alpen. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang am Krumbacher Höhenweg und dient als Einstieg zum Mindelheimer Klettersteig.

Dorf

Steibis

Steibis liegt auf 860 m Höhe zwischen Weissachtal und Hochgratkette. Der Ortsteil von Oberstaufen ist zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen und Skitouren in der Nagelfluhkette. Die Imbergbahn und Hochgratbahn erschließen das alpine Gelände direkt vom Ort.

Dorf

Weißach

Weißach liegt im Weißachtal, circa einen Kilometer südwestlich von Oberstaufen. Der Ort war historisch geprägt von Flößerei und Mühlen. Die Sebastians- und Rochuskapelle entstand 1629 nach einem Pestgelübde der Grafen von Königsegg-Rothenfels.

Sattel 2.504 m

Bockkarscharte

Die Bockkarscharte liegt auf 2.504 m am Allgäuer Hauptkamm. Der alpine Pass bildet das Herzstück des Heilbronner Höhenwegs zwischen Rappensee und Waltenbergerhaus. In den schroffen Felsformationen der Scharte leben Steinböcke.

Gipfel 1.968 m

Falzer Kopf

Der Falzer Kopf erhebt sich auf 1.968 m in den nordwestlichen Walsertaler Bergen bei Schoppernau. Der Berg liegt strategisch zwischen Diedamskopf und Kreuzmandl am Hauptkamm. Vom nahegelegenen Neuhornbachhaus führt der Normalweg über das Neuhornbachjoch zum Gipfel.

Dorf 1.244 m

Baad

Baad liegt auf 1.244 m am Ende des Kleinwalsertals in Vorarlberg. Der Ort bildet den Ausgangspunkt für Skitouren und Wanderungen in die Allgäuer Alpen. Von hier teilt sich das Tal in drei alpine Seitentäler.

Sattel 1.974 m

Mädelejoch

Das Mädelejoch liegt auf 1.974 m an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Bayern und Tirol. Der Pass verbindet die Allgäuer Alpen im Norden mit dem Lechtal im Süden. Ein historischer Grenzstein von 1844 markiert den Übergang.