Am Paternkofel, gegenüber den Nordwänden der Drei Zinnen
Die Sektion Padua des Club Alpino Italiano (CAI) betreibt die Drei Zinnen Hütte auf 2.405 m in den Dolomiten. Vom Fuß des Paternkofels blickt die Schutzhütte direkt auf die Nordwände der Drei Zinnen. Sie liegt im Naturpark Drei Zinnen, mitten im Gebiet des Dolomitenkriegs 1915 bis 1918. Ehemalige Kriegsunterstände, Steige und Tunnel prägen das Umfeld.
Die nächsten Gipfelziele sind der Paternkofel (2.744 m) und der Toblinger Knoten (2.617 m). Am Paternkofel ist aus einem ehemaligen Kriegsstollen und Kriegssteig der Innerkofler-Klettersteig geworden. Am Toblinger Knoten gibt es Leitern und wieder instand gesetzte Kriegssteige. Die Drei Zinnen selbst sind 2.999 m hoch.
Übernachten auf der Drei Zinnen Hütte
Die Drei Zinnen Hütte hat 140 Schlafplätze. Bis zu 2.000 Gäste täglich besuchen die Hütte, überwiegend als Tagesgäste von der Auronzohütte.
Zustieg zur Drei Zinnen Hütte
Von der Auronzohütte (2.320 m, Parkplatz, Linienbus) führt Weg 101 über die Lavaredohütte und den Paternsattel in 1,5 Stunden und 85 Hm zur Hütte. Diese Strecke ist auch für Mountainbikes freigegeben. Für den Parkplatz bei den Drei Zinnen ist eine Reservierung Pflicht, Busse fahren ab Misurina und Toblach.
Weg 105, Teil des Dolomitenhöhenwegs 4, verläuft von der Auronzohütte über die Forcella de Col de Mezo; die Gehzeit beträgt 2 Stunden. Von Sexten über den Fischleinboden und die Talschlusshütte sind es auf Weg 102 durch das Altensteintal 4 Stunden. Aus dem Höhlensteintal an der Buslinie Toblach–Cortina d’Ampezzo dauert der Weg 102 durch das Rienztal 3,5 Stunden.
Weg 101 verbindet die Hütte mit der Büllelejochhütte (2.528 m) und der Zsigmondyhütte. Über die Gamsscharte führen Klettersteige zur Büllelejochhütte und über die Paßportenscharte zum Paternsattel.
Gut zu wissen:
Im September 1882 stellte die Sektion Hochpustertal des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins einen kleinen Steinbau mit Strohlager für 18 Personen fertig. Eingeweiht wurde er am 25. August 1883. 1898 übernahm Bergführer Sepp Innerkofler die Bewirtschaftung. Im Gebirgskrieg 1915 zerstörten italienische Granaten die Hütte. 1923 ging sie an die Sektion Padua, die 1935 mit der Sektion Bozen auf den Ruinen die heutige Hütte errichtete. Auf Italienisch heißt sie Rifugio Antonio Locatelli – S. Innerkofler.