Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte

Birnlückenhütte

2.441m 🇮🇹
47.080, 12.206 Italien
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Casere

Nördlichstes Schutzhaus Südtirols über Kasern

Über dem Talort Kasern (Casere) liegt auf 2.441 m in den Hohen Tauern die Birnlückenhütte. Sie ist das nördlichste Schutzhaus Südtirols, im Naturpark Rieserferner-Ahrn nahe dem Nationalpark Hohe Tauern. Seit 1999 gehört sie der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol. Seit 2015 unterstützt eine paritätische Kommission aus Vertretern der öffentlichen Hand, des Alpenvereins Südtirol (AVS) und des Club Alpino Italiano (CAI) das Land bei der Verwaltung.

Auf der „Dreiländertour“ durch das Zillertal übernachten wir hier. Von der Hütte aus geht es auf die Dreiherrnspitze (3.499 m) in etwa 4 Stunden und auf den Klockerkarkopf (2.912 m) in etwa 2 Stunden.

Übernachten auf der Birnlückenhütte

Seit den 1980er-Jahren führt eine Familie die Birnlückenhütte als Rifugio-Albergo. Weil die Hütte nur über sehr steile und schmale Wege erreichbar ist, erfolgt die Versorgung per Hubschrauber. Zwischen 1987 und 1999 bekam die Hütte eine Kläranlage und eine Wasseraufbereitung. Im Sommer kann das Wasser wegen der exponierten Lage gelegentlich knapp werden.

Zustieg zur Birnlückenhütte

Vom gebührenpflichtigen Parkplatz in Kasern verläuft die Markierung Nr. 13 über Heilig Geist zur Jausenstation Lahner Alm. Danach geht es steil hinauf, insgesamt sind es etwa 3 Stunden. Von Krimml kommt man über das Krimmler Tauernhaus und die Birnlücke herüber. Übergänge führen zur Warnsdorfer Hütte (3 Stunden), zur Lenkjöchlhütte (5 Stunden) und zur Richterhütte (7 Stunden). Über die Via Vetta d'Italia geht es zum Rifugio Vetta d'Italia und weiter über die Forcella di Campo zur Plauener Hütte.

Gut zu wissen:

Der Prettauer Gastwirt Alois Voppichler errichtete die Hütte 1900 als dreistöckigen Bau, damals auch Bockegghütte genannt. Nach einer Pause im Ersten Weltkrieg war sie bis 1927 bewirtschaftet. 1938 enteignet, diente sie der Finanzwache. Die Militärbrigade Tridentina gab ihr den Namen Rifugio Tridentina. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie teilweise zerstört und 1969/1970 vom italienischen Heer instand gesetzt. 1975 übernahm die CAI-Sektion Bruneck, die sie 1977 wiedereröffnete. Ende 2010 lief die Konzession des CAI aus.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.

Reisen mit Birnlückenhütte