Doppelhütte am Großen Geiger im Maurertal
Am Fuß des Großen Geigers in der Venedigergruppe liegt auf 2.208 m die Essener-Rostocker Hütte. Sie steht im Maurertal in Osttirol, nahe einem Hochmoor im Nationalpark Hohe Tauern. Betreiber ist die Sektion Essen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Zwei miteinander verbundene Hütten bilden den Doppelbau und werden gemeinsam bewirtschaftet.
Auf dem „Hüttentrekking am Großvenediger“ und der „Skitour Hoch Tirol“ übernachten wir hier. Gipfelziele ab der Hütte sind die Westliche Simonyspitze (3.473 m) und der Große Geiger (3.360 m) in je 4 Stunden sowie die Dreiherrnspitze (3.499 m) in 5 bis 6 Stunden. Zum Hausberg Rostocker Eck (2.749 m) sind es 2,5 Stunden, zum Simonysee 35 Minuten.
Übernachten auf der Essener-Rostocker Hütte
Die Hütte hat 114 Schlafplätze und Duschen. In der Küche entstehen Tiroler und Südtiroler Spezialitäten. In der Stube steht eine hauseigene Bibliothek, und vor der Hütte lädt eine große Terrasse mit Liegestühlen zum Verweilen ein. Für die Ausrüstung gibt es Materialräume.
Zustieg zur Essener-Rostocker Hütte
Vom Parkplatz Ströden ist die Stoan-Alm in einer Viertelstunde erreicht. Durch das Maurertal sind es 10 Minuten zur Talstation der Materialseilbahn, von dort 2 Stunden Aufstieg zur Hütte. Zur Johannishütte über das Türmljoch (2.790 m) sind es 4 Stunden, zur Kürsingerhütte und zur Warnsdorfer Hütte etwa 4,5 Stunden. Der Übergang zur Lenkjöchlhütte dauert 6 Stunden, zur Clarahütte über die Alpenkönigroute 7 Stunden.
Gut zu wissen:
Ab 1901 setzten sich Bürger aus Prägraten für eine Hütte ein. Die Sektion Rostock des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins erwarb mit Unterstützung von Johann Stüdl das Vorkaufsrecht und weihte den Bau am 8. August 1912 ein. Die Neue Essener Hütte im hintersten Virgental zerstörten Lawinen 1936 und am 27. März 1958. Danach baute die Sektion Essen ihre Hütte als Anbau an die verwaiste Rostocker Hütte.
Bewirtschaftet ist die Hütte von Mitte Juni bis Anfang Oktober und von Anfang März bis Mitte Mai.