Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Berlin

Martin-Busch-Hütte

2.501m 🇦🇹
46.801, 10.887 Österreich
Betten: 95
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Vent

DAV-Hütte im hintersten Niedertal über Vent

Im Kreuzkamm der Ötztaler Alpen, südöstlich unterhalb der Kreuzspitze, liegt auf 2.501 m die Martin-Busch-Hütte. Die Schutzhütte der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht im hintersten Niedertal auf einer künstlich aufgeschütteten Terrasse, nahe dem Zusammenfluss von Niederjochbach und Schalfbach zur Niedertaler Ache. Der Sichtsteinbau mit Satteldach hat eine Terrasse entlang der Südostfassade.

Auf den „Hochtouren Dreitausender im Ötztal“ und der Skidurchquerung „Venter Runde“ übernachten wir hier. Zu den Touren ab der Martin-Busch-Hütte gehören der Similaun (3.606 m) in etwa 4 Stunden und die Hintere Schwärze (3.628 m) in etwa 4½ Stunden. Weitere Gipfelziele sind Kreuzspitze, Mutmalspitze, Fineilspitze und Saykogel. Die Fundstelle des „Ötzi“ ist in einer Tageswanderung erreichbar.

Übernachten auf der Martin-Busch-Hütte

Die Hütte hat 95 Schlafplätze sowie Duschen und Waschräume. Im Hochparterre liegen drei Gaststuben. Außerhalb der Bewirtschaftung gibt es einen offenen Winterraum.

Zustieg zur Martin-Busch-Hütte

Von Vent sind es etwa 3 Stunden und 750 Hm zur Hütte. Gegangen wird auf einem Fahrweg durch das Niedertal, vorbei an den Grundmauern der alten Samoar-Hütte.

Übergänge führen zur Similaunhütte (ca. 1½ Stunden), zum Ramolhaus (4 bis 5 Stunden), zum Hochjochhospiz (je nach Route 4 bis 5 Stunden) und zum Hochwildehaus (ca. 6 Stunden). Für den Weg über den Marzellkamm, auf dem auch der Similaun erreichbar ist, wurde wegen Bergsturzgefahr an der Ostseite 2015/16 ein markierter Ersatzweg angelegt.

Gut zu wissen:

Vorgängerin war die 1877 errichtete Samoar-Hütte, die später von einer Lawine zerstört wurde. Der heutige Bau wurde 1938 als „Hermann-Göring-Haus“ begonnen. Unter Martin Busch, Pädagoge und Namensgeber der Hütte, ließ der Österreichische Alpenverein den Innenausbau bis 1952 fertigstellen. 1958 erhielt die Sektion Berlin die Hütte zurück.

Seit 2021 steht die Hütte mit den Überresten der alten Samoarhütte unter Denkmalschutz. 2022 bekam sie das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.

Reisen mit Martin-Busch-Hütte