Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Berlin

Hochjoch Hospiz

2.413m 🇦🇹
46.825, 10.834 Österreich
Betten: 86
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Vent

Denkmalgeschützte DAV-Hütte im hintersten Rofental

Auf 2.413 m, im hintersten Rofental am Südosthang der Guslarspitzen, liegt das Hochjoch Hospiz. Die Schutzhütte im Weißkamm der Ötztaler Alpen gehört der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (DAV) und steht unter Denkmalschutz. Für die Überquerung des Hochjochs ist das Hochjoch Hospiz ein Stützpunkt. Etwa 100 Höhenmeter unterhalb liegt die Rofenbergalm.

Bei den „Hochtouren Dreitausender im Ötztal“ und der Skidurchquerung „Venter Runde“ übernachten wir hier. Gipfelziele ab der Hütte sind unter anderem die Guslarspitzen (3.147 m) in 2 Stunden, die Kreuzspitze (3.455 m) in 4 Stunden und die Fineilspitze (3.514 m) in 4 bis 5 Stunden.

Übernachten auf dem Hochjoch Hospiz

Die Hütte hat 86 Schlafplätze, dazu Duschen und Waschräume. Seit Anfang der 1970er-Jahre versorgt ein Hubschrauber die Hütte, davor trugen Saumtiere die Lasten herauf.

Zustieg zum Hochjoch Hospiz

Von Vent sind es 2½ Stunden zur Hütte. Der Weitwanderweg Nr. 902, der Cyprian-Granbichler-Weg, führt an den Rofenhöfen und an der Abzweigung zur Vernagthütte vorbei.

Übergänge verbinden die Hütte mit der Vernagthütte (ca. 2 Stunden), dem Wirtshaus Schöne Aussicht (ca. 2,5 Stunden) und über den Delorette-Weg mit dem Brandenburger Haus (ca. 3,5 Stunden). Zur Breslauer Hütte sind es etwa 4,5 Stunden, zur Similaunhütte 5 bis 6 Stunden und zur Martin-Busch-Hütte etwa 6 Stunden.

Gut zu wissen:

Auf Anregung von Franz Senn entstand von 1869 bis 1872 die erste Hütte auf 2.450 m, gegenüber dem heutigen Standort am Saumweg zum Hochjoch. Auf diesem Weg kam im November 1868 Senns Gefährte Cyprian Granbichler nach einem Schneesturm ums Leben. Ein Denkmal erinnert an seinem Sterbeort an ihn.

Im Ersten Weltkrieg wurde die alte Hütte geplündert, später machten Hangdruck und Lawinen sie unbenutzbar. 1927 wurde das neue Hochjoch Hospiz auf der anderen Talseite der Rofenache eröffnet. Von 2002 bis 2004 wurde es grundlegend saniert, 2022 erhielt es das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.

Reisen mit Hochjoch Hospiz