Bergsteigerschule Zugspitze
Berghütte DAV Sektion Würzburg

Vernagthütte

2.755m 🇦🇹
46.854, 10.824 Österreich
Betten: 119
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Vent

Würzburger Haus im Weißkamm der Ötztaler Alpen

Die Vernagthütte, auch Würzburger Haus genannt, liegt auf einer Höhe von 2.755 m im hinteren Rofental, im Weißkamm der Ötztaler Alpen. Betrieben wird sie von der Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie erhebt sich unterhalb von Guslar- und Vernagtferner, etwas oberhalb der Seitenmoränen an deren früherem Zusammenfluss. Damit liegt sie etwas höher als der historische Gletscherhöchststand Mitte des 19. Jahrhunderts.

Für Hochtouren, Skitouren und Skidurchquerungen übernachten wir hier, darunter bei den „Hochtouren Dreitausender im Ötztal“ und auf der „Venter Runde“. Gipfelziele rund um die Hütte sind die Wildspitze (3.774 m), der Hintere Brochkogel (3.635 m) und der Fluchtkogel (3.497 m). Der Fluchtkogel ist eine leichte Hochtour von etwa 3 Stunden.

Übernachten auf der Vernagthütte

Die Hütte hat 119 Schlafplätze, Duschen, Waschräume und einen Trockenraum. Strom liefern eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk mit Biodiesel. Eine 1.475 m lange Materialseilbahn hat ihre Talstation bei der Rofenalm (2.096 m). Das Gebäude des Winterraums wurde im August 2024 abgerissen und lawinensicher neu errichtet. Dort gibt es 12 Schlafplätze.

Zustieg zur Vernagthütte

Von Vent sind es etwa 4 Stunden auf dem Weitwanderweg Nr. 920 über die Rofenhöfe und die Rofenalm. Ab den Rofenhöfen (2.011 m) sind es 744 Höhenmeter bis zur Hütte.

Auf Weg 919, dem Seuffertweg, erreicht man die Breslauer Hütte (2.840 m) in etwa 3 Stunden. Zum Hochjoch-Hospiz (2.413 m) führt ebenfalls Weg 919. Als Hochtouren gelten die Übergänge über das Guslarjoch zum Brandenburger Haus (3.277 m), über das Taschachjoch zum Taschachhaus (2.434 m) und über das Gepatschjoch zur Rauhekopfhütte (2.731 m).

Gut zu wissen:

Erbaut wurde die Hütte 1901. Erweiterungen folgten 1932, 1976 und 1984. Im Jahr 1954 beschädigte eine Lawine vom Hintergrasl das Gebäude. 2008 entstand der Eingangsbereich neu in Holzbauweise. 2015 wurden Blockheizkraftwerk, Photovoltaik und Fassadenschindeln erneuert. Seit März 2024 wird das Hauptgebäude umfassend saniert, der Abschluss ist bis Ende 2025 geplant.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.

Reisen mit Vernagthütte